Dem Ver­eins­le­ben ver­bun­den

Egon Brenk starb im Al­ter von fast 85 Jah­ren / 1956 „Fle­der­maus“ge­grün­det

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Er leb­te den Fa­sching: Egon Brenk, der Eh­ren­prä­si­dent der Kar­ne­vals­ge­sell­schaft (KG) „Fle­der­maus“Ersingen, ist im Al­ter von fast 85 Jah­ren ge­stor­ben. Sein Ver­mächt­nis an die „Fle­der­maus“ist, dass sich die Kar­ne­vals­ge­sell­schaft, wie seit der Ver­eins­grün­dung ge­sche­hen, stets wei­ter­ent­wi­ckelt, rast­los bleibt und sich den­noch im­mer ih­res tra­di­tio­nel­len Ur­sprungs be­wusst ist. Egon Brenk war es im­mer ein Be­stre­ben, den gu­ten Ruf der KG „Fle­der­maus“nach au­ßen zu tra­gen. Mit 80 Jah­ren trat er letzt­mals auch als Vor­sit­zen­der des Fe­me­ge­rich­tes bei der Ur­teils­ver­kün­dung vor der He­xen­ver­bren­nung auf.

Im Jahr 1976 war er das ers­te Ver­eins­mit­glied, das den „Gol­de­nen Lö­wen“er­hielt, den höchs­ten Or­den der Ver­ei­ni­gung der ba­disch-pfäl­zi­schen Kar­ne­vals­ver­ei­ne. Egon Brenk war vie­len Ver­ei­nen in Ersingen ver­bun­den. Bei­spiels­wei­se star­te­te er 1949 als 17-Jäh­ri­ger ei­ne er­folg­rei­che Wer­be­ak­ti­on, um den Rad- und Mo­tor­sport­ver­ein in der Nach­kriegs­zeit wie­der in Schwung zu brin­gen. Er wur­de bei 37 Ge­schick­lich­keits­ren­nen auf dem Mo­tor­rad Sie­ger. Im Jahr 1955 er­rang er so­gar die Deut­sche Meis­ter­schaft in der jun­gen Dis­zi­plin des Ge­schick­lich­keits­fah­rens. 1956 grün­de­te sich die KG „Fle­der­maus“, de­ren Ge­schi­cke er als Vor­sit­zen­der von 1964 bis 1977 lei­te­te. Un­ter sei­ner Fe­der­füh­rung, auch mit viel per­sön­li­cher Ar­beits­leis­tung des ge­lern­ten Werk­zeug­ma­chers und Hob­by­hand­wer­kers, ent­stand zwi­schen 1973 und 1975 die „Flat­ter­hal­le“als Ver­eins­do­mi­zil. Dort fin­det das in­ne­re Ver­eins­le­ben statt, und es wird für die Prunk­sit­zun­gen und Fast­nachts­um­zü­ge trai­niert und ge­baut. Mit sei­ner gro­ßen hand­werk­li­chen Ge­schick­lich­keit hat Egon Brenk Vie­les ge­stal­tet, auch an den Um­zugs­wa­gen oder den Ku­lis­sen in der Turn- und Fest­hal­le. Auch küm­mer­te er sich vie­le Jah­re um die Fer­ti­gung der jähr­li­chen Fle­der­maus­or­den. Er drech­sel­te auch bis zu­letzt die Schei­ben für das tra­di­tio­nel­le jähr­li­che Schei­ben­schla­gen. Egon Brenk wur­de am 10. März 1932 in Ersingen ge­bo­ren und war mit Ehe­frau Irm­gard, ge­bo­re­ne Britsch, ver­hei­ra­tet, die im Jahr 2013 starb. Mit den Fa­mi­li­en sei­ner bei­den Söh­ne Ha­rald und Udo hin­ter­lässt er auch fünf En­kel und ei­nen Uren­kel. Die Trau­er­fei­er für Egon Brenk mit an­schlie­ßen­der Ur­nen­bei­set­zung fin­det am Frei­tag, 3. März, 14 Uhr, auf dem Fried­hof in Ersingen statt. Mar­tin Schott

Gro­ße Ge­schick­lich­keit auf Mo­tor­rad be­wie­sen

ALS „FLE­DER­MAUS“war Eh­ren­prä­si­dent Egon Brenk in Ersingen be­kannt. Fo­to: msch

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