Os­car für Karls­ru­he­rin?

Pforzheimer Kurier - - ERSTE SEITE - Ma­ren Ade

Karls­ru­he/Los An­ge­les (ja). Wenn in der Nacht zum Mon­tag in Hol­ly­wood die 89. Os­car-Ver­lei­hung statt­fin­det, könn­te auch die aus Karls­ru­he stam­men­de Fil­me­ma­che­rin Ma­ren Ade (Foto: dpa) aufs Po­di­um ge­ru­fen wer­den: Ih­re Tra­gi­ko­mö­die „To­ni Erd­mann“ist in der Ka­te­go­rie „bes­ter nicht-eng­lisch­spra­chi­ger Film“für den be­gehr­tes­ten Film­preis der Welt no­mi­niert. Die­se seit 1947 aus­ge­lob­te Ka­te­go­rie ha­ben bis­her nur drei deut­sche Fil­me ge­won­nen: 1980 „Die Blech­trom­mel“, 2003 „Nir­gend­wo in Afri­ka“und 2007 „Das Le­ben der An­de­ren“.

„To­ni Erd­mann“ist der drit­te Film von Ma­ren Ade, die 1976 in Karls­ru­he ge­bo­ren wur­de, hier Abitur mach­te und in Mün­chen Re­gie stu­dier­te. Fu­ro­re mach­te schon die Pre­mie­re in Can­nes im Mai 2016: Erst­mals nach sie­ben Jah­ren war mit „To­ni Erd­mann“ein deut­scher Film im Wett­be­werb ver­tre­ten.

Os­car-Hoff­nun­gen kön­nen sich auch wei­te­re deut­sche Film­schaf­fen­de ma­chen: In der Ka­te­go­rie „Bes­te Mu­sik“ist der Düs­sel­dor­fer Pia­nist Hausch­ka no­mi­niert (für den Film „Li­on“), der Do­ku­men­tar­fil­mer Mar­cel Met­tel­sie­fen könn­te für sei­ne Sy­ri­en-Do­ku „Wa­ta­ni“prä­miert wer­den.

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