„Schulz schiebt die SPD nach links“

Uni­on ver­schärft ih­re Atta­cken auf die SPD

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Ber­lin (AFP/dpa). Seit sich die SPD mit ih­rem Kanz­ler­kan­di­da­ten Mar­tin Schulz im Um­fra­ge­hoch be­fin­det, ver­schärft die Uni­on ih­re Atta­cken auf den Noch-Ko­ali­ti­ons­part­ner. „Mit je­der Aus­sa­ge des Kan­di­da­ten wird deut­li­cher, dass er die SPD klar nach links schie­ben will – in Rich­tung Link­s­par­tei“, warn­te ges­tern Uni­ons­frak­ti­ons­chef Vol­ker Kau­der (CDU). Die Lin­ke zeig­te sich of­fen für ein Re­gie­rungs­bünd­nis mit der SPD un­ter Schulz.

Kau­der kri­ti­sier­te die Über­le­gun­gen von Schulz für Kor­rek­tu­ren der Agen­da 2010. „Ge­rech­tig­keit be­deu­tet doch nicht, dass ei­ne mög­lichst lan­ge Be­zugs­dau­er für das Ar­beits­lo­sen­geld I ge­währt wird“, sag­te der CDU-Po­li­ti­ker. „Das ist der völ­lig fal­sche An­satz. Ge­recht ist, wenn mög­lichst vie­le Men­schen ei­ne Be­schäf­ti­gung ha­ben.“Nach und nach zeich­nen sich ei­ni­ge Kern­for­de­run­gen der So­zi­al­de­mo­kra­ten in der Steu­er­po­li­tik ab: Dem­nach set­zen die So­zi­al­de­mo­kra­ten auf Ent­las­tun­gen, für Ver­mö­gen­de aber auch auf mehr Be­las­tun­gen bei der Steu­er. Ent­las­tun­gen soll es vor­ran­gig für Be­zie­her klei­ner und mitt­le­rer Ein­kom­men und hier be­son­ders für Fa­mi­li­en mit Kin­dern ge­ben. Die ge­naue Um­set­zung ist aber noch of­fen. Un­klar ist auch die Zu­kunft des Ehe­gat­ten­split­ting, ge­ne­rell set­zen die So­zi­al­de­mo­kra­ten auf ei­ne stär­ke­re Be­rück­sich­ti­gung des Vor­han­den­seins von Kin­dern und we­ni­ger auf den Trau­schein. Dis­ku­tiert wird auch, Ge­ring­ver­die­ner eher bei den So­zi­al­bei­trä­gen zu ent­las­ten als bei der Steu­er, die die­se oh­ne­hin nicht oder nur we­nig zah­len müs­sen.

„Ge­ring­ver­die­ner steu­er­lich ent­las­ten“

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