Aus­zeich­nung für Re­ding

Pforzheimer Kurier - - POLITIK - Vi­via­ne Re­ding

Karls­ru­he. Im Zu­ge des „Karls­ru­her Vor­trags“wird die ehe­ma­li­ge EU-Vi­ze­prä­si­den­tin Vi­via­ne Re­ding mit dem dies­jäh­ri­gen „Mund auf“-Preis der Aka­de­mie für Zahn­ärzt­li­che Fort­bil­dung Karls­ru­he aus­ge­zeich­net. Trotz Br­ex­it und Zoff zwi­schen den EU-Staa­ten gibt sich die lu­xem­bur­gi­sche Po­li­ti­ke­rin wei­ter­hin kämp­fe­risch: „Die EU ist ein Frie­dens­pro­jekt, ein Pro­jekt, in dem wir zu­sam­men­ar­bei­ten und nicht ei­ner ge­gen den an­de­ren.“

Kaum je­mand kennt die Eu­ro­päi­schen In­sti­tu­tio­nen so gut wie Re­ding (Foto: dpa). Von 2010 bis 2014 war die mitt­ler­wei­le 65-Jäh­ri­ge Vi­ze­prä­si­den­tin der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on und Jus­tiz­kom­mis­sa­rin. Bei ih­rem Vor­trag im Kon­gress­zen­trum Karls­ru­he, zu dem zahl­rei­che ge­la­de­ne Gäs­te er­war­tet wer­den, steht da­her am 1. April die „Zu­kunft Eu­ro­pas“im Mit­tel­punkt. Gera­de in die­sem Jahr könn­ten die Wei­chen neu ge­stellt wer­den. Denn: EU-kri­ti­sche Par­tei­en wie Geert Wil­ders’ PVV in den Nie­der­lan­den, der Front Na­tio­nal in Frank­reich oder die AfD in Deutsch­land sind im Auf­wind. Und in al­len drei Län­dern fin­den die­ses Jahr Wah­len statt. Von ih­rem Aus­gang dürf­te ab­hän­gen, ob 2017 das Jahr wird, in dem die EU noch ein­mal die Kur­ve kriegt.

Mit dem „Mund auf“-Preis wer­den Per­sön­lich­kei­ten aus­ge­zeich­net, die sich in Po­li­tik, Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Pu­bli­zis­tik ver­dient ge­macht ha­ben. Die Eh­rung wird seit 1983 ver­ge­ben. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te der ehe­ma­li­ge Lei­ter des UN-Kli­ma­se­kre­ta­ri­ats, Michael Zam­mit Cu­ta­jar, den Preis be­kom­men. Chris­to­pher Tön­gi

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