Land för­dert Rad­schnell­we­ge

Re­gio­nal­ver­band denkt auch über Stre­cke zwi­schen Ba­den-Ba­den und Achern nach

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Ju­li­us Sand­mann

Karls­ru­he/Ba­den-Ba­den/Achern. Ba­den-Würt­tem­berg för­dert Rad­schnell­we­ge: Der Land­tag hat im Haus­halt 2017 drei Mil­lio­nen Eu­ro für de­ren Pla­nung und Bau be­reit­ge­stellt, hieß es in ei­ner Mit­tei­lung von Ver­kehrs­mi­nis­ter Win­fried Her­mann (Grü­ne). Das sorgt je­doch auch für Ver­wir­rung: Denn das Mi­nis­te­ri­um führt ak­tu­ell noch ei­ne Po­ten­zi­al­ana­ly­se im Land durch, um wich­ti­ge Rad­schnell­we­ge zu be­stim­men. Die­se gilt ge­mein­hin als Ba­sis für nach­fol­gen­de und jetzt för­der­ba­re Mach­bar­keits­stu­di­en.

Her­mann er­klär­te wei­ter, es sei nun wich­tig, ge­mein­sam mit den Stadt- und Land­krei­sen so­wie den in­ter­es­sier­ten Re­gio­nal­ver­bän­den schnellst­mög­lich pla­ne­ri­sche Vor­keh­run­gen zu tref­fen. Im Raum Karls­ru­he, Ba­den-Ba­den und Ras­tatt ist da­für der Re­gio­nal­ver­band Mitt­le­rer Ober­rhein (RVMO) zu­stän­dig. Des­sen Di­rek­tor Gerd Hager zeig­te sich sehr an­ge­tan von den Neu­ig­kei­ten aus Stutt­gart. „Wir sind froh, dass das Land das The­ma auf­greift“, sag­te er den BNN. Al­ler­dings sei da­mit erst ein Etap­pen­ziel er­reicht. Denn der RVMO for­dert zu­sam­men mit dem Re­gio­nal­ver­band Süd­li­cher Ober­rhein (RVSO), dass Ba­den-Würt­tem­berg die kom­plet­te Bau­last für Rad­schnell­we­ge über­nimmt. „Das Land ist in die rich­ti­ge Rich­tung un­ter­wegs. Ei­ne lan­ge Stre­cke be­ginnt mit dem ers­ten Tritt in die Pe­da­le“, blieb Hager im Fahr­rad-Bild. Am 20. März kom­me ei­ne Ex­per­ten­run­de in Karls­ru­he zu­sam­men, um über po­ten­zi­el­le Ver­läu­fe von Rad­schnell­we­gen in der Region zu be­ra­ten (die BNN be­rich­te­ten). Dies­be­züg­lich ge­be es neue Ent­wick­lun­gen, sag­te Hager. So wer­de zu­sätz­lich über ei­ne Stre­cke zwi­schen Ba­den-Ba­den, Bühl und Achern nach­ge­dacht. Ei­ne vom RVSO in Auf­trag ge­ge­be­ne Po­ten­zi­al­ana­ly­se hat­te sich zu­vor nicht für ei­nen Rad­schnell­we­ge-Kor­ri­dor zwi­schen Of­fen­burg und Bühl aus­ge­spro­chen. Zu­dem könn­te der an­ge­dach­te Rad­schnell­weg zwi­schen Ett­lin­gen und Stu­ten­see nach Bruch­sal ver­län­gert wer­den, er­klär­te Hager. En­de März sei ein Tref­fen des „Ar­beits­krei­ses Rad­schnell­ver­bin­dun­gen Ba­den-Würt­tem­berg“beim Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um in Stutt­gart ge­plant. Dort kä­men un­ter an­de­rem die in­ter­es­sier­ten Städ­te, Re­gio­nen und Ver­bän­de zu­sam­men, um sich zu be­ra­ten. „Wir als Region neh­men auf je­den Fall an dem Wett­be­werb um die För­de­rung des Lan­des teil“, er­klär­te Hager.

Auch die bei­den Karls­ru­her Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Bet­ti­na Lis­bach und Alex­an­der Sa­lo­mon von den Grü­nen be­grü­ßen die fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung. Das sei im Ju­bi­lä­ums­jahr des Fahr­rads, das 1817 vom Karls­ru­her Karl Fried­rich Frei­herr von Drais ent­wi­ckelt wur­de, ein wich­ti­ges Si­gnal. Ziel von Ver­kehrs­mi­nis­ter Her­mann ist es, bis 2025 zehn Rad­schnell­we­ge in Ba­den-Würt­tem­berg zu rea­li­sie­ren. Die­se sol­len un­ter an­de­rem die Haupt­ver­kehrs­ach­sen auf Stra­ße und Schie­ne ent­las­ten.

Drei Mil­lio­nen Eu­ro für Pla­nung und Bau

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