„Kampf­spiel“am Mil­l­ern­tor

Den KSC er­war­tet im Kel­ler­du­ell beim FC St. Pau­li ei­ne schwe­re Auf­ga­be

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Ger­hard Wolff

Karls­ru­he. Für das Ro­sen­mon­tags­Kel­ler­du­ell am Mil­l­ern­tor hat Jo­nas Mef­fert ei­nen kla­ren Ar­beits­auf­trag für sich und sei­ne Team­kol­le­gen. „Wir dür­fen uns nicht so dum­me Ge­gen­to­re ein­fan­gen“, meint der Mit­tel­feld­spie­ler des Karls­ru­her SC an­ge­sichts der zwei jüngs­ten, durch­aus un­glück­li­chen Nie­der­la­gen des ba­di­schen Fuß­ball-Zweit­li­gis­ten. Im Fast­nachts-Kl­ar­text heißt das für das Gast­spiel am Mon­tag (20.15 Uhr/Sport 1) beim FC St. Pau­li: bloß nicht nar­ren las­sen, um am En­de wie­der oh­ne Punk­te da­zu­ste­hen. „Wir müs­sen von der ers­ten Mi­nu­te prä­sent sein“, stellt Sport­di­rek­tor Oli­ver Kreu­zer vor der glei­cher­ma­ßen wich­ti­gen wie schwe­ren Auf­ga­be bei den punkt­glei­chen Han­sea­ten fest – dem ers­ten Mon­tags­spiel des KSC in die­ser Sai­son üb­ri­gens. „Die wer­den al­les raus­hau­en, das wird ein Kampf­spiel“, ahnt Tor­wart Dirk Or­lis­hau­sen mit Blick auf den wie­der­er­stark­ten Kiez-Club.

Trotz der bei­den 1:2-Nie­der­la­gen zu­letzt bei 1860 Mün­chen und ge­gen Uni­on Ber­lin reist Hi­ro­ki Ya­ma­da mit ei­nem „gu­ten Ge­fühl“an die El­be. „Si­cher, das wird kein ein­fa­ches Spiel“, sagt der Ja­pa­ner, „aber ich fin­de, wir ha­ben ei­ne gu­te Mann­schaft. Und wir ha­ben gut trai­niert die­se Wo­che“. Ya­ma­da kehrt nach Gel­bsper­re eben­so zu­rück wie Gri­scha Prö­mel (Gelb-Rot), da­für muss KSC-Chef­coach Mir­ko Slom­ka auf den nun we­gen der Am­pel­kar­te aus dem Uni­on-Spiel zur Zwangs­pau­se ver­ur­teil­ten Franck Kom ver­zich­ten und das Mit­tel­feld so­mit wie­der neu auf­stel­len. Gera­de auch in der Zen­tra­le wird sich vor den fast 30 000 Zu­schau­ern im Mil­l­ern­tor-Sta­di­on aber mit­ent­schei­den, wer im Du­ell des Ta­bel­len-16. ge­gen den 15. wich­ti­ge Zäh­ler im Ab­stiegs­kampf sam­meln kann. Mit Neu­zu­gang Jo­han­nes Flum als zwei­ten Sech­ser ne­ben Bernd Neh­rig hat St. Pau­li im Mit­tel­feld an Sta­bi­li­tät wie Krea­ti­vi­tät ge­won­nen, zu­dem über­zeug­te zu­letzt auch der of­fen­siv aus­ge­rich­te­te Chris­to­pher Bucht­mann. Klar ist: Das vor­ma­li­ge Schluss­licht hat fri­schen Wind in den Se­geln, „ist sehr gut aus der Win­ter­pau­se ge­kom­men“, wie Slom­ka fest­stellt. Nur der Last-Mi­nu­te-Aus­gleich von Bie­le­feld ver­hin­der­te vor ei­ner Wo­che ja Pau­lis drit­ten Sieg in Se­rie. „Das zeigt schon, dass die Mann­schaft ak­tu­ell sehr prä­sent ist“, sagt Slom­ka, der die Tat­sa­che her­vor­hebt, dass der Club trotz der zeit­wei­se schein­bar aus­sichts­lo­sen La­ge an dem von ihm ge­schätz­ten Trai­ner Ewald Lie­nen fest­ge­hal­ten hat. „Das zahlt sich jetzt aus“, ur­teilt Slom­ka.

Ob der zu­letzt an­ge­schla­ge­ne En­ri­co Va­len­ti­ni doch ein Kan­di­dat für den Ka­der sein kann, war ges­tern noch un­klar. Slom­ka hoff­te dar­auf, dass er am heu­ti­gen Sams­tag mit der Mann­schaft trai­nie­ren kann. Mar­tin Stoll, Bou­ba­car Bar­ry, Os­kar Za­wa­da und Yl­li Sal­lahi kom­men heu­te zu­nächst ein­mal in der U 23 des KSC zum Ein­satz.

Foto: GES

WIE­DER MIT VON DER PAR­TIE sein darf KSC-Mit­tel­feld­spie­ler Hi­ro­ki Ya­ma­da, der sei­ne Gel­bsper­re ab­ge­ses­sen hat.

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