Mit Glück und Gn­ab­ry

Wer­der schlägt Wolfs­burg

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Ser­ge Gn­ab­ry

Wolfs­burg (sid/dpa). Ei­ne gu­te Por­ti­on Glück und zwei To­re von Ser­ge Gn­ab­ry (Foto: dpa) ha­ben Wer­der Bre­men im Kampf um den Klas­sen­ver­bleib auf­at­men las­sen. Die Han­sea­ten ge­wan­nen den nord­deut­schen Bun­des­li­ga-Ab­stiegs­gip­fel beim VfL Wolfs­burg sehr schmei­chel­haft mit 2:1 (2:1) und zo­gen so nach Punk­ten mit den ent­täusch­ten Platz­her­ren gleich. „Wir ha­ben al­les ge­tan, um je­den Zen­ti­me­ter ge­kämpft. Hin­ten hat­ten wir Pech, vor­ne kein Glück“, be­fand VfLKee­per Die­go Be­naglio.

Da­bei schock­te Gn­ab­ry den VfL durch ei­nen frü­hen Dop­pel­schlag. Der Olym­pia-Zwei­te von Rio war in der zehn­ten Mi­nu­te mit ei­nem ab­ge­fälsch­ten Schuss er­folg­reich. In der 18. Mi­nu­te drosch der Na­tio­nal­spie­ler den Ball aus kur­zer Dis­tanz un­ter die Lat­te, es war der ers­te Bun­des­li­ga-Dop­pel­pack des An­grei­fers. Qua­si im Ge­gen­zug ver­kürz­te Bor­ja Mayoral per Ab­stau­ber (19.). Der Tor­jä­ger er­setz­te über­ra­schend Top­stür­mer Ma­rio Go­mez, der zu­nächst auf der Aus­wech­sel­bank Platz neh­men muss­te.

Vor 30 000 Zu­schau­ern in der aus­ver­kauf­ten Volks­wa­gen-Are­na wa­ren die „Wöl­fe“von Trai­ner Valé­ri­en Is­maël, der nun er­neut um sei­nen Job zit­tern muss, in der Of­fen­si­ve klar das ak­ti­ve­re Team, wirk­ten im Ab­schluss aber zu un­ent­schlos­sen. Die Bre­mer De­ckung brauch­te in der Pha­se nach dem 1:2 mehr­fach ei­ne Men­ge Glück. So schoss Da­ni­el Di­da­vi (36.) ei­nen Frei­stoß an den Pfos­ten, kurz dar­auf traf auch Mayoral nur Alu­mi­ni­um (40.). Un­mit­tel­bar vor der Pau­se schei­ter­te Ri­car­do Ro­d­ri­guez aus kur­zer Dis­tanz (45.+1). In der Vor­wärts­be­we­gung war das Team von Coach Alex­an­der Nou­ri aber bis zum Halb­zeit­pfiff gna­den­los ef­fek­tiv. Gn­ab­ry nutz­te sei­ne bei­den Chan­cen eis­kalt und ver­an­lass­te Nou­ri zu ei­nem Freu­den­tänz­chen vor der Bank.

Nach dem Sei­ten­wech­sel setz­ten die Nie­der­sach­sen ih­ren Sturm­lauf fort. Bre­men stand ex­trem tief und hat­te pha­sen­wei­se Mü­he, über­haupt die geg­ne­ri­sche Spiel­hälf­te zu er­rei­chen. Ab der 63. Mi­nu­te half dann auch Go­mez, den Druck auf die Gäs­te hoch­zu­hal­ten. Aber sehr zö­ger­lich fand Wer­der zu ein biss­chen mehr Sta­bi­li­tät und brach­te den knap­pen Vor­sprung er­folg­reich über die Zeit – auch, weil Go­mez in der Nach­spiel­zeit kläg­lich schei­ter­te (90.+3).

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