Pforz­hei­mer Ta­fel jetzt im Nach­bar­ge­bäu­de

Deut­lich mehr Platz für Kun­den und Mit­ar­bei­ter so­wie ein War­te­be­reich mit Sitz­ge­le­gen­hei­ten

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Li­sa Rim­kus

Die neu­en Räu­me der Pforz­hei­mer Ta­fel in der Zep­pe­lin­stra­ße 16 sind er­öff­net. Dort, wo ein­mal das Bis­tro der GBE war, kön­nen jetzt Men­schen mit ei­nem Be­rech­ti­gungs­schein Obst, Ge­mü­se und mehr ein­kau­fen. Grund für den Um­zug, sei der Platz­man­gel im al­ten Ver­kaufs­raum ge­we­sen, er­läu­tert GBE-Ge­schäfts­füh­re­rin Son­ja Win­ter. Nun gibt es ei­nen War­te­be­reich mit Sitz­mög­lich­kei­ten für die rund 100 Kun­den täg­lich. Das trifft auch bei den Kun­den auf gro­ße Zu­stim­mung, da ei­ni­ge nicht mehr so gut zu Fuß sind.

„Die Ver­grö­ße­rung soll vor al­lem da­für sor­gen, dass ei­ne ent­spann­te­re und we­ni­ger ag­gres­si­ve At­mo­sphä­re ent­ste­hen kann‘‘, sagt Bür­ger­meis­te­rin Mo­ni­ka Mül­ler. Auch die An­ge­stell­ten hät­ten mehr Platz. „Jetzt tre­ten sie sich nicht mehr ge­gen­sei­tig auf die Fü­ße.‘‘ Die Räu­me sind jetzt et­wa vier­mal so groß wie zu­vor. Zu den Um­bau­kos­ten er­läu­tert Win­ter: „Die Kos­ten wa­ren mi­ni­mal. Es muss­te le­dig­lich ei­ne Wand und ei­ne Tür ein­ge­baut wer­den. Der Rest wie Kühl­schrän­ke, Ti­sche, Stüh­le wa­ren be­reits vor­han­den.‘‘ Aus den ehe­ma­li­gen Ver­kaufs­räu­men wer­de jetzt ein Bü­ro und La­ger für die Mit­ar­bei­ter.

Die Ta­fel in Bröt­zin­gen blei­be trotz des Um­baus er­hal­ten. Es sei schon aus rein lo­gis­ti­schen Grün­den nicht mach­bar, die wö­chent­lich 700 bis 800 Kun­den aus ganz Pforz­heim an ei­ner An­lauf­stel­le zu ver­sor­gen, er­klärt Win­ter wei­ter. Ein wei­te­rer Grund sei, dass die Kun­den dann mit dem Bus fah­ren müss­ten, was ei­ni­ge täg­lich et­wa vier Eu­ro kos­ten wür­de – Geld das sie nicht ha­ben. Auch der Ge­mein­de­rat ha­be das so ge­se­hen und ge­gen ei­nen zen­tra­len Ta­fel­la­den ge­stimmt.

Die Ta­fel-Leu­te müs­sen sich bei der Er­öff­nung auch Vor­wür­fe an­hö­ren. Ein Kun­de be­schwert sich bei­spiels­wei­se, An­ge­stell­te wür­den Wa­re für sich selbst ab­grei­fen. Die Ver­ant­wort­li­chen mei­nen da­zu, dass man über ein­zel­ne Fäl­le Be­scheid wis­se und des­halb auch Kon­trol­len ein­ge­führt ha­be. So­gar ei­ne zwei­te Lei­tung sei als Un­ter­stüt­zung ein­ge­stellt wor­den. „Wenn je­mand beim Klau­en er­wischt wird, hat er mit Kon­se­quen­zen zu rech­nen, aber hier ar­bei­ten eben auch nur Men­schen“, sagt Win­ter da­zu. Die Ta­fel hat noch an­de­re Pro­jek­te. Da­zu ge­hö­ren ein Ener­gie­spar­pro­jekt, die Ta­fel AG, Prak­ti­ka für Schü­ler, Ableis­tung von So­zi­al­stun­den und die Wei­ter­ga­be nicht be­nö­tig­ter Le­bens­mit­tel an den Wild­park, den Strei­chel­zoo und ei­nen Falk­ner aus der Um­ge­bung.

ZUR NEU­ER­ÖFF­NUNG DES TAFELLADENS ka­men Ma­ri­an­ne En­geser, Son­ja Win­ter, Bür­ger­meis­te­rin Mo­ni­ka Mül­ler (vor­ne von links) so­wie Rolf Con­stan­tin, Do­ro­thea Patt­berg, Eck­hard Laue und El­len Laue (da­hin­ter von links). Foto: Wa­cker

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