Paar ge­zielt aus­ge­wählt?

Ein­bre­cher-Trio mach­te in Ham­berg fet­te Beu­te

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Neu­hau­sen-Ham­berg (tas). Nach dem Über­fall am frü­hen Don­ners­tag­mor­gen auf ein Ehe­paar in ei­nem Ein­fa­mi­li­en­haus in Ham­berg (der Pforz­hei­mer Ku­ri­er be­rich­te­te) tun sich Fra­gen auf. Hat das Tä­ter-Trio das Paar ge­zielt aus­ge­wählt? Wur­de der Über­fall von lan­ger Hand ge­plant? Denn im Haus be­fan­den sich laut Po­li­zei hoch­wer­ti­ger Gold­schmuck so­wie wei­te­re Edelmetalle und Edel­stei­ne. Die Tä­ter tra­ten zu dritt auf, ge­lang­ten ge­gen 4 Uhr durch ein Fens­ter ins Haus und über­rasch­ten das Rent­ner­paar im Dach­ge­schoss, wäh­rend es schlief. Die Tä­ter gin­gen of­fen­bar gut or­ga­ni­siert und ziel­stre­big vor: Sie fes­sel­ten das Paar und for­der­ten un­ter Ge­walt­an­dro­hung die Preis­ga­be des Auf­ent­halts­orts der Wert­ge­gen­stän­de. Das Trio flüch­te­te mit dem Schmuck. Das Ehe­paar konn­te sich be­frei­en und die Po­li­zei ver­stän­di­gen. Noch am Don­ners­tag si­cher­ten Be­am­te der Kri­po Spu­ren in dem Haus, sagt ei­ne Spre­che­rin des Po­li­zei­prä­si­di­ums Karls­ru­he auf Nach­fra­ge. Um die Er­mitt­lun­gen nicht zu ge­fähr­den und die Pri­vat­sphä­re des Paars zu schüt­zen, möch­te die Po­li­zei kei­ne De­tails zu dem Fall preis­ge­ben.

Si­cher ist: Die Op­fer im Se­nio­ren­al­ter er­lit­ten leich­te Ver­let­zun­gen und wur­den ärzt­lich be­treut. Ein Über­fall die­ser Schär­fe, un­ter Ge­walt­an­wen­dung und Frei­heits­be­rau­bung, ge­hört nicht zum All­tag im Po­li­zei­prä­si­di­um (PP) Karls­ru­he. Nach trau­ma­ti­schen Er­leb­nis­sen die­ser Art bie­tet das PP ei­ne Op­fer­be­treu­ung an. Auch Seel­sor­ger oder Ret­tungs­diens­te kön­nen in An­spruch ge­nom­men wer­den, er­klärt die Po­li­zei­spre­che­rin. Spe­zi­el­le Ver­hal­tens­re­geln ge­be es bei ei­nem Über­fall im ei­ge­nen Haus zwar nicht, Be­trof­fe­ne soll­ten aber „auf kei­nen Fall den Hel­den spie­len“, so die Spre­che­rin. „Das ei­ge­ne Le­ben ist mehr wert als je­der Wert­ge­gen­stand.“

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