„Das Ge­hirn täg­lich for­dern“

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

War­um ist es so schwie­rig, ei­ne Fron­to­tem­po­ra­le De­menz zu dia­gnos­ti­zie­ren?

Ri­voir: Zu Be­ginn ste­hen oft leich­te­re Ver­hal­tens­stö­run­gen und Ge­fühls­schwan­kun­gen oder ein Rück­zugs­ver­hal­ten mit Min­de­rung des An­triebs im Vor­der­grund, so dass man zu­nächst an ei­ne De­pres­si­on oder ei­ne an­de­re psy­chi­sche Er­kran­kun­gen denkt. Ei­ne Ge­dächt­nis­stö­rung ist hier­für nicht ty­pisch.

Wie häu­fig tritt die Krank­heit bei Men­schen im mitt­le­ren Al­ter auf?

Ri­voir: Drei bis vier von 100 000 Per­so­nen ent­wi­ckeln ei­ne Fron­to­tem­po­ra­le De­menz, das mitt­le­re Er­kran­kungs­al­ter liegt bei 50 bis 60 Jah­ren, wo­bei es ei­ne gro­ße Schwan­kungs­brei­te gibt (20 bis 85 Jah­re). In Deutsch­land gibt es schät­zungs­wei­se 40 000 Men­schen, die an die­ser Er­kran­kung lei­den.

Kann man die­ser Krank­heit vor­beu­gen?

Ri­voir: Zur De­menz­pro­phy­la­xe ist al­les, was mit Krea­ti­vi­tät und Her­aus­for­de­run­gen zu tun hat, gut. Das Ge­hirn soll­te ge­for­dert wer­den und nicht nur in den ge­wohn­ten Bah­nen sei­nen Di­enst tun. Pro­ble­me lö­sen, sich mit In­ter­es­se der Welt und den Mit­men­schen zu­wen­den, Spra­chen oder Tan­zen ler­nen und viel lau­fen – am bes­ten täg­lich –, wir­ken sich güns­tig auf die Ver­zö­ge­rung des Al­te­rungs­pro­zes­ses un­se­res Ge­hirns aus. tas/Foto: PK

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