Klein­vieh und ho­he Tie­re

Neue Son­der­mar­ken ab 1. März

Pforzheimer Kurier - - HOBBY UND FREIZEIT -

De­fi­ni­ti­on der Post wiegt ein Stan­dard­brief für 70 Cent Por­to ma­xi­mal 20 Gramm, was höchs­tens drei DINA4-Blät­tern ent­spricht. Be­son­ders di­ckes Pa­pier oder mehr Sei­ten im (klein­for­ma­ti­gen) Um­schlag er­ge­ben ei­nen Kom­pakt­brief, der bis zu 50 Gramm wie­gen darf und 85 Cent Por­to kos­tet. Wer sol­che Kom­pakt­brie­fe zu fran­kie­ren hat, be­kommt da­für ab 1. März zwei neue Son­der­mar­ken: In den pos­ta­li­schen Strei­chel­zoo zie­hen jun­ge Il­tis­se und Wild­schwein-Frisch­lin­ge ein. Die Mo­ti­ve er­gän­zen die schon län­ger lau­fen­de Se­rie „Tier­kin­der“, de­ren Mar­ken bis­her al­ler­dings im­mer den Por­to­wert für Stan­dard­brie­fe hat­ten. Mög­li­cher­wei­se spe­ku­liert die Post dar­auf, dass die Kund­schaft von den nied­li­chen Tierba­bys so be­geis­tert ist, dass sie die Mar­ken kauft und dann für nor­ma­le Sen­dun­gen ver­wen­det. Das er­gä­be Mehr­ein­nah­men von je­weils 15 Cent, für die kei­ne Ge­gen­leisNach ver­langt wird. An­ge­sichts ei­ner Auf­la­ge von vie­len Mil­lio­nen Ex­em­pla­ren gilt das Mot­to „Klein­vieh macht auch Mist“.

Wei­te­rer Zu­gang im Brief­mar­ken-Tier­reich ist der Ot­ti­fant, Ot­to Waal­kes’ Mar­ken­zei­chen. Der be­rühm­tes­te Ost­frie­se, der seit mehr als 50 Jah­ren auf der Büh­ne steht, hat­te den Ele­fan­ten erst­mals als Schü­ler ge­zeich­net und seit­her mil­lio­nen­fach ver­mark­tet. Auf der Brief­mar­ke, die eben­falls in sehr ho­her Auf­la­ge ge­druckt wird, malt das Rüs­sel­tier ei­nen Re­gen­bo­gen an den Him­mel. Im Hin­ter­grund ist der gelb-rot ge­rin­gel­te Pil­su­mer Leucht­turm zu se­hen, ei­nes der Wahr­zei­chen Ost­fries­lands. Im Film „Der Au­ßer­frie­si­sche“dien­te er als Ot­tos Woh­nung. Mit ei­ner Mar­ke ge­wür­digt wird des Wei­te­ren die Ober­pfäl­zer Stadt Neun­burg vorm Wald, die 2017 ihr 1000-jäh­ri­ges Be­ste­hen fei­ert und da­mit ei­ne et­was grö­ße­re Be­kannt­heit zu er­rei­chen hofft. Auf ei­ner Flä­tung che von der Grö­ße Hei­del­bergs le­ben dort un­weit der tsche­chi­schen Gren­ze gera­de ein­mal 8 300 Men­schen.

Rund zehn­tau­send Men­schen mehr oder we­ni­ger fal­len in Ham­burg nor­ma­ler­wei­se nicht ins Ge­wicht, doch An­fang Ju­li wird ei­ne Gäs­te­schar die­ser Grö­ßen­ord­nung die gan­ze Stadt lahm­le­gen. Dann tref­fen sich dort Staats­und Re­gie­rungs­chefs zum G-20-Gip­fel. Je­des ho­he Tier be­glei­tet von ei­nem gro­ßen Tross, al­le be­ob­ach­tet von rund 3000 Jour­na­lis­ten so­wie be­wacht von un­ge­zähl­ten Po­li­zis­ten und Sol­da­ten. Der Gip­fel ist der Hö­he­punkt der deut­schen G-20-Prä­si­dent­schaft, die tur­nus­ge­mäß noch bis No­vem­ber dau­ert und sich vor­aus­sicht­lich frü­hes­tens in 20 Jah­ren wie­der­holt. Dem An­lass wid­met die Post ei­ne 70-Cent-Mar­ke, die das of­fi­zi­el­le Lo­go der deut­schen Prä­si­dent­schaft zeigt. ldt

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