Ru­dy ret­tet 1899 ver­dien­ten Zäh­ler

Hof­fen­heim lief auf Schal­ke am En­de Zeit da­von

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Gel­sen­kir­chen (da/dpa). Ju­li­an Na­gels­mann war „ein biss­chen ge­nervt“, wie er zu­gab: „In der zwei­ten Halb­zeit war es ex­trem laut und hek­tisch, da ha­ben wir uns zehn Mi­nu­ten an­ste­cken las­sen. Die Zeit ha­ben wir ver­schenkt. Wenn wir zehn Mi­nu­ten mehr ha­ben, dann ge­win­nen wir das Spiel“, glaub­te der Trai­ner der TSG 1899 Hof­fen­heim, die beim FC Schal­ke 04 dank Se­bas­ti­an Ru­dy (79.) zum 1:1 (0:1) noch ei­nen Punkt aus Gel­sen­kir­chen ret­te­te.

Da­mit ge­lang den Hof­fen­hei­mern erst­mals seit Ja­nu­ar 2011 wie­der ein Punkt­ge­winn bei den Kö­nigs­blau­en, zu­gleich sam­mel­ten die auf Platz vier lie­gen­den Kraich­gau­er ei­nen wei­te­ren Zäh­ler im Ren­nen um die Cham­pi­ons­Le­ague-Plät­ze. Tor­schüt­ze Ru­dy hat­te spä­ter das Ge­fühl, dass mehr drin ge­we­sen wä­re: „Lei­der ha­ben wir erst kurz vor Schluss das Tor ge­macht“, sag­te er. Da­bei hat­te Aus­hilfs-Tor­jä­ger Ales­san­dro Schöpf die Gast­ge­ber schon nach fünf Mi­nu­ten auf Kurs ge­bracht. „Schal­ke war in den letz­ten Jah­ren nicht das bes­te Pflas­ter für uns. Wenn ich aber die Spiel­an­tei­le se­he, bin ich nicht zu­frie­den“, sag­te Alex­an­der Ro­sen, Hof­fen­heims Di­rek­tor Pro­fi­fuß­ball.

Das frü­he Füh­rungs­tor hat­te den Gast­ge­bern aber in die Kar­ten ge­spielt. Nach den stra­pa­ziö­sen eng­li­schen Wo­chen konn­ten sich die Schal­ker zu­rück­zie­hen und den Hof­fen­hei­mern die Spiel­füh­rung über­las­sen. Schließ­lich war­tet auf Schal­ke am Mitt­woch das Po­kal-Vier­tel­fi­na­le bei Bay­ern Mün­chen. Die Hof­fen­hei­mer ge­fie­len in­des durch ei­ne tech­nisch ver­sier­te Spiel­wei­se, zeig­ten al­ler­dings im Ab­schluss Schwä­chen. Denn die Chan­cen für das Team von Na­gels­mann wa­ren je­den­falls da. In der 16. Mi­nu­te traf Er­min Bi­cak­cic nach Frei­stoß von Ke­rem De­mir­bay den Ball nicht rich­tig, dann setz­te Ste­ven Zu­ber ei­nen Schuss über das Tor (26.), ehe S04-Kee­per Ralf Fähr­mann ge­gen De­mir­bay pa­rier­te (36.). Kurz vor der Pau­se ver­such­te es Na­diem Ami­ri aus der Dis­tanz (45.). So hat­te die Schal­ker Hin­ter­mann­schaft ei­ni­ges zu tun.

Da­bei war Hol­ger Bad­stu­ber für den ver­letz­ten Nal­do ins Team ge­rückt. Hof­fen­heims Tor­jä­ger San­dro Wa­gner war größ­ten­teils ab­ge­mel­det. Erst in der 51. Mi­nu­te gab er sei­nen ers­ten Schuss in Rich­tung Schal­ker Ge­häu­se ab. Mit­te der zwei­ten Halb­zeit hät­te ei­ne Kopf­ball-Vor­la­ge Wa­g­ners fast noch Adam Sza­lai ge­fun­den, doch der Ex-Schal­ker kam Se­kun­den-Bruch­tei­le zu spät (70.). Mit zu­neh­men­der Spiel­dau­er er­höh­ten die Gäs­te den Druck und wur­den schließ­lich doch noch be­lohnt. Ein­ge­lei­tet durch ei­nen fei­nen Pass von Ke­vin Vogt flank­te Zu­ber den Ball auf Ru­dy, der frei­ste­hend ein­köpf­te.

Schöpfs frü­hes Tor spiel­te Schal­kern in die Kar­ten

WE­NIGS­TENS NOCH DER AUS­GLEICH: Se­bas­ti­an Ru­dy be­ju­belt sei­nen Tref­fer zum 1:1, der 1899 Hof­fen­heim ei­nen wich­ti­gen Zäh­ler auf Schal­ke be­scher­te. Fo­to: dpa

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