Da stimmt fast nichts

Pforzheimer Kurier - - FERNSEHEN -

„Tat­ort: Bab­bel­dasch“(So., Das Ers­te): Axel Ra­nisch ist ein Fil­me­ma­cher mit ei­ner un­ver­wech­sel­ba­ren Hand­schrift. Oh­ne fes­tes Dreh­buch lässt er sei­ne Leib- und Ma­gen-Darstel­ler vor der Ka­me­ra im­pro­vi­sie­ren. Das Er­geb­nis sind un­kon­ven­tio­nel­le klei­ne Fil­me mit der Au­ra des Au­then­ti­schen. Der Ver­such die­se Ins­ze­nie­rungs­me­tho­de auf ei­nen „Tat­ort“-Kri­mi zu über­tra­gen, ist kra­chend ge­schei­tert. Das stimmt fast gar nichts. Ul­ri­ke Fol­kerts wirkt als Schau­spiel­pro­fi wie ein Fremd­kör­per in dem von ei­ner pfäl­zisch bab­beln­den Lai­en­spiel­schar do­mi­nier­ten Ge­sche­hen um den Gift­mord an ei­ner Mun­d­art­thea­ter­lei­te­rin, die der Kom­mis­sa­rin zu al­lem Über­druss auch noch in ab­stru­sen Traum­se­quen­zen er­scheint. Spä­tes­tens auf hal­ber Stre­cke hat man je­des In­ter­es­se an dem ama­teur­haft ge­schrie­be­nen und in Sze­ne ge­setz­ten Mör­der­ra­te­spiel ver­lo­ren. Kol­le­ge Kop­per (Andreas Hop­pe) ver­ab­schie­det sich wohl­weis­lich in den Ur­laub, und so steht Le­na al­lein auf ver­lo­re­nem Pos­ten. Den Be­tei­lig­ten wur­de an­geb­lich bis zum Schluss nicht ver­ra­ten, wer der Tä­ter ist. Da­bei steht der im Grun­de von An­fang an fest: Es ist der Spiel­lei­ter Axel Ra­nisch, der die­sen Bock­mist, der zu­min­dest dem Ti­tel voll­auf ge­recht wird, ver­bro­chen hat. pe­ko

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