Lee­re Kas­se geht an die Nar­ren­ver­wal­tung

Kohl­ra­bi­ner stür­men mit Ra­batz das Rat­haus

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Bernd Hel­big

Vom al­ten Schul­haus aus zo­gen Köh­ler­he­xen und Gug­gen­mu­sik „Bü-HoiCra­val­los“, zwei Grup­pen der Bü­chen­bron­ner Fa­schings­ge­sell­schaft Kohl­ra­bi­ner, vors Rat­haus. Beim Brun­nen mach­ten sie erst ein­mal or­dent­lich Ra­batz, um dann mit dem Schlacht­ruf „Bü-Hoi“durch Vor­der- und Hin­ter­ein­gang des Rat­hau­ses in den Rats­saal zu stür­men, wo „Haus­meis­ter“Bern­hard Schuler kaum Ge­gen­wehr leis­te­te und al­le per Hand­schlag be­grüß­te. Schuler schien eher er­leich­tert, die schwie­ri­gen Amts­ge­schäf­te ab­ge­ben zu kön­nen. Den rie­si­gen Rat­haus­schlüs­sel, ge­ba­cken von Bä­cke­rei Klein, über­gab Schuler der Prä­si­den­tin der Kohl­ra­bi­ner, Ri­ta Kauf­mann, und auch die lee­re Rat­haus­kas­se ging an die neue Ver­wal­tung.

Die „Re­gie­rungs­er­klä­rung“hiel­ten Köh­ler­he­xer Max Vet­ter und Gug­gen­mu­si­ke­rin Li­sa Alz­nau­er. Vet­ter mein­te, der Rat­haus­sturm sol­le künf­tig „Rot­haus­sturm“hei­ßen, in An­leh­nung an ein be­lieb­tes Ge­tränk, das beim Rat­haus­sturm aus­ge­schenkt wird.

Alz­nau­er nahm die Wind­kraft aufs Korn, sie stö­re die wun­der­ba­re Sky­line des Schwarz­walds, doch der Orts­vor­ste­her se­he das in sei­nem Di­enst­zim­mer nicht, des­halb kön­ne es ihm egal sein. Doch weil jetzt ein Rot­mi­lan­pär­chen ge­sich­tet wor­den sei, kön­ne es sein, dass die Wind­kraft­plä­ne vom Win­de ver­weht wür­den, wie der Nacht­um­zug in Schell­bronn.

Der Rot­mi­lan könn­te zum Mas­kott­chen der Kohl­ra­bi­ner wer­den. We­gen der ver­scho­be­nen Stra­ßen­sa­nie­rung reg­te Vet­ter an, die Haupt­stra­ße als Test­stre­cke für Stoß­dämp­fer an die Au­to­in­dus­trie zu ver­mie­ten, um so das Geld für die Sa­nie­rung zu ver­die­nen. Auch bei der Feu­er­wehr müs­se et­was ge­än­dert wer­den. Im Win­ter müss­ten Brän­de künf­tig ei­ne hal­be St­un­de vor Ent­ste­hung ge­mel­det wer­den, da­mit die ein­ge­fro­re­ne Tech­nik vor­her auf­ge­taut wer­den kann.

We­gen der Nach­wuchs­sor­gen, die den Spiel­manns­zug der Feu­er­wehr und die Gug­gen­mu­sik glei­cher­ma­ßen pla­gen, schlug Li­sa Alz­nau­er vor, die Gug­gen­mu­sik sol­le künf­tig die Feu­er­wehr über­neh­men, das wür­de das Nach­wuchs­pro­blem lö­sen. Und auch mit dem Ver­kehrs­cha­os sei jetzt Schluss, sag­te Vet­ter:

Wind­kraft­plä­ne vom Win­de ver­weht?

Orts­vor­ste­her Bern­hard Schuler re­gelt als Ver­kehrs­po­li­zist den Ver­kehr an der Ein­mün­dung des We­strings in die Haupt­stra­ße, die Um­ge­hungs­stra­ße wird ge­baut, und auch die Brü­cke hin­über nach Hu­chen­feld soll ge­plant wer­den. Schuler mein­te dar­auf­hin, da sei er aber froh, denn er ha­be schon ge­dacht das sei in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten.

„HAUS­MEIS­TER“BERN­HARD SCHULER über­gibt den Rat­haus­schlüs­sel an die Kohl­ra­bi­ner­de­le­ga­ti­on Max Vet­ter und Li­sa Alz­nau­er (von links). Fo­to: Hel­big

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