Tho­mas E. Pe­rez

Pforzheimer Kurier - - POLITIK - T. E. Pe­rez

Wä­re al­les nach Plan ver­lau­fen, wä­re Tho­mas E. Pe­rez (Fo­to: dpa) heu­te wahr­schein­lich Jus­tiz­mi­nis­ter der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, ei­ne wich­ti­ge Grö­ße im Ka­bi­nett der Prä­si­den­tin Hil­la­ry Cl­in­ton, de­ren An­sich­ten er in vie­len Punk­ten teilt. Weil aber Do­nald Trump ins Wei­ße Haus ein­zog, zer­platz­te der Traum. Und nun ist Pe­rez der Mann, der die US-De­mo­kra­ten her­aus­füh­ren soll aus der Schock­star­re, in die sie nach dem ver­lo­re­nen Vo­tum im No­vem­ber ge­fal­len sind. Nach har­tem Du­ell mit Keith Ell­ison, ei­nem afro­ame­ri­ka­ni­schen Kon­gress­ab­ge­ord­ne­ten mus­li­mi­schen Glau­bens, kür­te ihn die Par­tei am Wo­che­n­en­de mit knap­per Mehr­heit zum Chef des DNC, ih­res Na­tio­nal­ko­mi­tees. Als Sohn von Ein­wan­de­rern aus der Do­mi­ni­ka­ni­schen Re­pu­blik ist er der ers­te Hi­s­pa­nic im Amt des DNC-Chefs. Ei­ner, der es auf dem Bil­dungs­weg aus ein­fa­chen Ver­hält­nis­sen weit brach­te, was ihn, um nur ein Bei­spiel zu nen­nen, mit Oba­ma ver­bin­det. Auf­ge­wach­sen in Buf­fa­lo, ei­ner tris­ten In­dus­trie­stadt am Erie­see, fi­nan­zier­te er sein Stu­di­um (Po­li­tik­wis­sen­schaf­ten) an der Brown Uni­ver­si­ty, ei­ner der Hoch­schu­len der eli­tä­ren Ivy Le­ague, in­dem er ne­ben­bei bei der Müll­ab­fuhr ar­bei­te­te. Spä­ter stu­dier­te er an der pres­ti­ge­träch­ti­gen Har­vard Law School, wo­mit der Grund­stein für ei­ne stei­le Ju­ris­ten­kar­rie­re ge­legt war. Frank Herr­mann

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