Ge­sprä­che mit Chi­na

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT -

Ber­lin/Pe­king (dpa). Die Bun­des­re­gie­rung ver­han­delt wei­ter mit Chi­na, um bei der Ein­füh­rung von Elek­tro­au­tos auf dem dor­ti­gen Markt Nach­tei­le für deut­sche Her­stel­ler zu ver­hin­dern. Re­gie­rungs­spre­cher Stef­fen Sei­bert sag­te ges­tern in Ber­lin, es ge­be da­zu ei­nen „kon­struk­ti­ven Dia­log“mit der Re­gie­rung in Pe­king. Da­bei po­che Deutsch­land dar­auf, dass die Vor­ga­ben fair sei­en und nicht nur für aus­län­di­sche, son­dern auch für chi­ne­si­sche Her­stel­ler gel­ten müss­ten. Ei­ne Spre­che­rin von Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Bri­git­te Zy­pries (SPD, Fo­to: dpa) sag­te: „Wir set­zen uns ge­gen pro­tek­tio­nis­ti­sche Maß­nah­men und für ei­ne fai­re Lö­sung für al­le An­bie­ter ein.“

Die Bun­des­re­gie­rung be­stä­tig­te auf Nach­fra­ge aber nicht, dass Chi­na be­reits zu­ge­sagt ha­be, ei­ne ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Ab­satz­quo­te für Elek­tro­au­tos und Hy­brid­an­trie­be um ein Jahr zu ver­schie­ben. Dar­über hat­te das „Han­dels­blatt“be­rich­tet. In die­sem Fall wür­den die deut­schen Au­to­bau­er Daim­ler, BMW und Volks­wa­gen/Au­di mehr Zeit be­kom­men, um bei ih­rer E-Au­to-Mo­dell­pa­let­te nach­zu­bes­sern.

Ur­sprüng­lich sei ge­plant ge­we­sen, dass be­reits ab dem kom­men­den Ja­nu­ar min­des­tens acht Pro­zent der in Chi­na ver­kauf­ten Au­tos von rei­nen Elek­tro­mo­to­ren oder von Hy­brid­an­trie­ben aus Elek­tround Ver­bren­nungs­mo­to­ren an­ge­trie­ben wer­den soll­ten. Bei Nicht­er­fül­lung hät­ten Stra­fen im Raum ge­stan­den. Die Bun­des­re­gie­rung steht des­we­gen seit lan­gem in Pe­king auf der Mat­te.

Bri­git­te Zy­pries

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