Auf der Su­che nach dem per­fek­ten Mund

Pforzheimer Kurier - - WISSENSCHAFT -

Frei­burg (dpa). Gibt es ei­ne For­mel für den äs­the­tisch „per­fek­ten“Mund? US-For­scher in Ir­vi­ne ha­ben sie nach ei­ge­nen An­ga­ben für wei­ße Frau­en ge­fun­den. Sie zeig­ten rund 580 Pro­ban­den ver­schie­de­ne Frau­en­por­traits mit Com­pu­ter-ver­än­der­ten Lip­pen­for­men und lie­ßen sie dann die at­trak­tivs­ten Ge­sich­ter aus­wäh­len. Ge­sich­ter mit Mün­dern, de­ren Un­ter­lip­pe dop­pelt so groß ist wie die Ober­lip­pe, wur­den als be­son­ders schön emp­fun­den. Zu­gleich ist der ide­al aus­se­hen­de Mund dem­nach et­wa um die Hälf­te grö­ßer als der im Ori­gi­nal­ge­sicht und nimmt von der Flä­che her knapp zehn Pro­zent des un­te­ren Ge­sichts­drit­tels ein.

Deut­sche Ex­per­ten sind un­eins über den Nut­zen der Stu­die. „Ei­ne ma­the­ma­ti­sche Be­rech­nung von Schön­heit ist schwie­rig“, sagt Vin­cen­zo Pen­na von der Unik­li­nik Frei­burg. Den­noch sei ei­ne sol­che Her­an­ge­hens­wei­se an die Fra­ge „Was ist schön?“wis­sen­schaft­lich in­ter­es­sant. „Weil da­durch die qua­li­ta­ti­ve Be­schrei­bung von Äs­t­he­tik durch ei­ne quan­ti­ta­ti­ve Di­men­si­on er­gänzt wird.“Dies kön­ne im Be­ra­tungs­ge­spräch mit Pa­ti­en­tin­nen hilf­reich sein.

Den­nis von Heim­burg, Prä­si­dent der Ver­ei­ni­gung der Deut­schen Äs­the­tisch-Plas­ti­schen Chir­ur­gen (VDÄPC), hält die Er­geb­nis­se für we­nig hilf­reich. Die zur Aus­wahl ste­hen­den Por­traits sä­hen zum Teil sehr un­echt aus. Zu­dem sei das als at­trak­tiv emp­fun­de­ne Lip­pen­vo­lu­men be­reits be­kannt.

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