Gei­er flie­gen in un­ge­wis­se Zu­kunft

Pforzheimer Kurier - - WISSENSCHAFT -

Bonn (dpa). Gei­er flie­gen welt­weit ei­ner un­ge­wis­sen Zu­kunft ent­ge­gen: Die Zahl der Tie­re ist in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten in Afri­ka und Asi­en um 95 Pro­zent ge­schrumpft. Ei­nes der größ­ten Pro­ble­me ist das oft­mals un­be­ab­sich­tig­te Ver­gif­ten der Vö­gel. Gei­er fres­sen die Ka­da­ver von ver­gif­te­ten Tie­ren wie Hun­den oder Scha­ka­len. In Afri­ka fal­len die Vö­gel zu­dem oft Wil­de­rern zum Op­fer. Stren­ge­re Ge­set­ze und die Über­wa­chung ih­rer Ein­hal­tung sind des­halb Teil ei­nes Ak­ti­ons­plans.

„Gei­er sind Aas­fres­ser. Oh­ne sie wür­den an­de­re Tier­ar­ten die­se Auf­ga­be über­neh­men oder die Ka­da­ver wür­den ein­fach lie­gen blei­ben“, sagt der Greif­vo­ge­l­ex­per­te Nick Wil­li­ams vom Bon­ner Über­ein­kom­men zur Er­hal­tung der wan­dern­den Tier­ar­ten (CMS). Das könn­te gan­ze Öko­sys­te­me de­sta­bi­li­sie­ren und auch zur Ver­brei­tung von Krank­hei­ten un­ter Tie­ren, aber auch Men­schen bei­tra­gen. Der Ak­ti­ons­plan soll im Ok­to­ber ver­ab­schie­det wer­den. „Wir müs­sen das Pro­blem un­be­dingt in den nächs­ten drei bis fünf Jah­ren in den Griff be­kom­men“, so Wil­li­ams.

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