Viel­ver­spre­chen­der Mala­ria-Impf­stoff

Pforzheimer Kurier - - WISSENSCHAFT -

Tü­bin­gen (dpa). For­scher un­ter Lei­tung von Tü­bin­ger Me­di­zi­nern ha­ben ei­nen Mala­ria-Impf­stoff ent­wi­ckelt, der in ei­ner ers­ten Stu­die man­che Pa­ti­en­ten voll­stän­dig vor der In­fek­ti­ons­krank­heit ge­schützt hat. Und zwar oh­ne gra­vie­ren­de Ne­ben­wir­kun­gen, so die Wis­sen­schaft­ler. Aus­ge­löst wird Mala­ria durch Plas­mo­di­um-Pa­ra­si­ten, die durch Ano­phe­les-Mü­cken über­tra­gen wer­den. Die Me­di­zi­ner spritz­ten den ins­ge­samt 67 Teil­neh­mern nicht-ab­ge­schwäch­te Er­re­ger im Spo­ro­zoi­ten-Sta­di­um - in die­ser Pha­se ge­lan­gen die Ein­zel­ler durch Mü­cken­sti­che in den Kör­per - zu­sam­men mit ei­nem Mala­ria-Me­di­ka­ment. An­schlie­ßend wur­den die Teil­neh­mer mit Mala­ria in­fi­ziert. Je­ne Pro­ban­den, die die höchs­te Do­sis er­hiel­ten, wa­ren den An­ga­ben zu­fol­ge min­des­tens zehn Wo­chen voll­stän­dig ge­schützt. Die be­nö­tig­ten Spo­ro­zoi­ten müs­sen al­ler­dings aus den Spei­chel­drü­sen von Mü­cken her­ausprä­pa­riert wer­den. Dies be­hin­dert ei­ne Her­stel­lung im gro­ßen Maß­stab. Der Impf­stoff soll nun über meh­re­re Jah­re in Ga­bun ge­tes­tet wer­den.

GEFÄHRLICHER STICH: Ano­phe­les-Mü­cken über­tra­gen Mala­ria. Fo­to: dpa

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