Eis­bä­ren­tausch soll Nach­wuchs brin­gen

Karls­ru­her Zoo er­hält Eis­bär Kap aus Ne­u­müns­ter

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

tw. Pas­send zum gest­ri­gen welt­wei­ten „Tag des Eis­bä­ren“kam die Kun­de, dass Karls­ru­he ei­nen neu­en Eis­bä­ren be­kommt – und da­für al­ler­dings zwei ab­gibt. Aus dem Tier­park Ne­u­müns­ter in Schles­wig-Hol­stein kommt Kap, den Zoo ver­las­sen Ti­tus und La­ris­sa in Rich­tung Ne­u­müns­ter. Mit Kap, ein al­ter Be­kann­ter, hofft man am Karls­ru­her Zoo in­stän­dig auf Nach­wuchs und zwar mit der ver­blei­ben­den Ni­ka. Dies ist auch der Hin­ter­grund des Eis­bä­ren­tau­sches, der von lan­ger Hand vor­be­rei­tet wur­de und nun – schnel­ler als ge­plant – durch den Zoo in Ne­u­müns­ter öf­fent­lich ge­macht wur­de. Der Karls­ru­her Zoo zog ges­tern nach und be­stä­tig­te den ge­plan­ten Eis­bä­ren­tausch, für den aber noch kein ge­nau­er Zei­t­raum fest­steht. Die drei Karls­ru­her Eis­bä­ren wur­den von Ex­per­ten des In­sti­tuts für Zoo- und Wild­tier­for­schung un­ter­sucht. Da­bei kam her­aus, dass Vi­tus un­frucht­bar und La­ris­sa zu alt für die Zucht ist, Ni­ka aber Nach­wuchs be­kom­men könn­te. Im ver­gan­ge­nen De­zem­ber hat­ten die BNN dar­über be­rich­tet. Kap ist mit sei­nen 16 Jah­ren im bes­ten Eis­bä­re­n­al­ter. „Es ist für bei­de Zoos ei­ne sinn­vol­le und schö­ne Lö­sung“, be­tont Zoo­di­rek­tor Mat­thi­as Rein­schmidt. Nur aus­ge­wähl­te Zoos dür­fen züch­ten, da die Nach­zuch­ten op­ti­mal un­ter­ge­bracht wer­den müs­sen und dar­auf ge­ach­tet wird, dass kei­ne In­zucht zu­stan­de kommt. Ei­ni­gen im Zucht­buch be­tei­lig­te Zoos und Tier­parks kommt da­ge­gen die Rol­le zu, äl­te­re oder auch zucht­un­fä­hi­ge Eis­bä­ren gut un­ter­zu­brin­gen. Vi­tus und La­ris­sa kön­nen so zu­sam­men in Ne­u­müns­ter le­ben, Kap und Ni­ka wer­den gemeinsam in Karls­ru­he un­ter­ge­bracht. „Die Zu­sam­men­ar­beit der Zoos ist für die er­folg­rei­che Zucht sehr wich­tig“, er­klärt Rein­schmidt.

Kap kam als jun­ger Bär 2001 von Mos­kau nach Karls­ru­he, zog 2004 in den Tier­park Ne­u­müns­ter um. Er kennt die Eis­bä­rin Ni­ka noch aus die­ser Zeit, war da­mals je­doch zu jung, um für Nach­wuchs zu sor­gen. Der Karls­ru­her Zoo­chef wür­de ger­ne an die er­folg­rei­che Eis­bä­ren-Zucht in der Fä­cher­stadt an­knüp­fen: 25 jun­ge Eis­bä­ren ka­men zwi­schen 1970 und 1991 hier zur Welt und wur­den hier groß. Zoo-Pres­se­spre­cher Ti­mo Dei­b­le be­ton­te auf BNN-Nach­fra­ge, dass es sich um ei­nen „voll­stän­di­gen Tausch oh­ne je­de Zu­satz­ge­schich­ten“han­delt. Sprich, soll­te es ei­nes Ta­ges zu Nach­wuchs kom­men, ge­hört die­ser dem Karls­ru­her Zoo.

Vi­tus und La­ris­sa wer­den ab­ge­ge­ben

SCHWIMMT NOCH IN NE­U­MÜNS­TER: Der Eis­bär Kap wird dem­nächst ei­ne Rei­se nach Karls­ru­he in den Zoo an­tre­ten, um dort zu blei­ben und um hof­fent­lich mit Ni­ka Eis­bärba­bys zu zeu­gen. Fo­to: Kloth/Tier­park Ne­u­müns­ter

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.