Kann sich se­hen las­sen

Pforzheimer Kurier - - FERNSEHEN -

„Tat­ort: Nach­barn“(So., Das Ers­te): Die Fans des sym­pa­thi­schen, weit­ge­hend neu­ro­sen­frei­en Köl­ner Er­mitt­ler­du­os Ballauf (Klaus J. Beh­rendt) und Schenk (Diet­mar Bär) dürf­te es freu­en, ih­re Lieb­lin­ge bin­nen we­ni­ger Wo­chen zum drit­ten Mal in Ak­ti­on zu er­le­ben – und das auch noch in ei­nem grund­so­li­den Kri­mi oh­ne Re­gie­ex­pe­ri­men­te und schrä­ge Ein­fäl­le. Die größ­te Ex­tra­va­ganz, die sich Re­gis­seur Tors­ten C. Fi­scher er­laubt, ist ei­ne ei­gen­wil­li­ge Bild­mon­ta­ge zu dem Gu­te-Lau­ne-Hit „Hap­py“, die ah­nen lässt, dass die ge­zeig­te hei­le Welt nur Schein ist. In ei­ner ge­pfleg­ten Köl­ner Vo­r­ort­sied­lung tun sich Ab­grün­de auf. Ei­ne ver­gra­be­ne Lei­che droht zum Vor­schein zu kom­men, ein Nach­bar, der zu tief ge­bud­delt hat, beißt ins Gras, ein für­sorg­li­cher Opa ver­sucht mit al­len Mit­teln zu ver­hin­dern, dass ans Licht kommt, dass er der Va­ter sei­ner ver­meint­li­chen En­kel­toch­ter ist. Da­zu gibt es als Ablen­kungs­ma­nö­ver die Lei­dens­ge­schich­te ei­ner frus­trier­ten Stroh­wit­we (Bir­ge Scha­de), die sich von dem Er­mor­de­ten trös­ten ließ, und als ne­cki­sches Bei­werk Schenks Klein­krieg mit dem Nach­barn. Und ganz zum Schluss schlägt die von Chris­toph Wort­berg er­son­ne­ne Hand­lung noch ei­nen über­ra­schen­den Ha­ken. Das kann sich se­hen las­sen. pe­ko

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