Dang Qiu ver­sa­gen die Ner­ven

ASV Grün­wet­ters­bach lässt ge­gen Angst­geg­ner SV Wer­der Bre­men sei­ne Chan­ce auf drit­ten Coup in Rei­he aus

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Karls­ru­he (da). Die Aus­sicht auf den drit­ten Grün­wet­ters­ba­cher Fei­er­tag in Rei­he war im Tisch­ten­nis­zen­trum ges­tern ein­mal sehr kon­kret ge­wor­den. Das war, als das auf Bie­gen und Bre­chen zu­ge­spitz­te drit­te Match des Bun­des­li­gaNach­mit­tags zwi­schen Dang Qiu und dem für den SV Wer­der Bre­men kämp­fen­den Un­garn Hu­nor Szöcs an ei­nem Punkt an­ge­langt war, wo der ASVYoungs­ter das Kräf­te­mes­sen in der Ta­sche zu ha­ben schien. 10:8 führ­te Dang Qiu im Ent­schei­dungs­satz. Im an­schlie­ßen­den Ball­wech­sel ver­sieb­te er ei­ne fast 100-pro­zen­ti­ge Chan­ce und brach­te sich und sein Team um den greif­bar na­hen Lohn. Denn Szöcs nutz­te an­schlie­ßend sei­ne Chan­cen und die Ve­r­un­si­che­rung sei­nes ent­nerv­ten Geg­ners, er­höh­te auf 2:1 für Bre­men, das letzt­lich auch mit 3:2 die Ober­hand be­hal­ten soll­te. Da­nach stand aber den­noch vor­zei­tig fest: Die Ba­de­ner wer­den die Sai­son als star­ker Ta­bel­len­sechs­ter be­en­den.

Der SV Wer­der be­stä­tig­te sei­nen Ruf, ei­ne Art „Angst­geg­ner“des ASV Grün­wet­ters­bach zu sein, der nach den jüngs­ten Er­fol­gen ge­gen die Top­teams aus Och­sen­hau­sen und Düs­sel­dorf sehr selbst­be­wusst in das Tref­fen mit den Han­sea­ten ge­gan­gen war. Das Du­ell war dann aber doch ziem­lich schwer in die Gän­ge ge­kom­men, denn Ma­sa Mo­ri­zo­no und Ki­rill Skatch­kov lie­fer­ten sich ein von Tak­tik ge­präg­tes Match oh­ne spek­ta­ku­lä­re Ball­wech­sel, das Mo­ri­zo­no nach ei­nem 1:2-Satz­rück­stand dank ei­ner Ener­gie­leis­tung noch für sich ent­schied. So­mit er­war­te­te den wie­der ge­ne­se­nen Na­tio­nal­spie­ler Bas­ti­an Ste­ger bei sei­nem Come­back ei­ne kniff­li­ge Auf­ga­be: Er durf­te ge­gen den Grün­wet­ters­ba­cher Al­va­ro Ro­bles nicht pat­zen. Und Ste­ger lie­fer­te: Er war der vor al­lem in den ent­schei­den­den Satz­pha­sen aus­ge­buff­te­re Ak­teur am Tisch und hat­te schließ­lich die Na­se mit 3:1 vor­ne.

Weil Dang Qiu in sei­nem Match den Sack nicht zu­ge­macht hat­te, trat Ste­ger spä­ter un­ter um­ge­kehr­ten Vor­zei­chen an die Plat­te, denn dies­mal muss­te Mo­ri­zo­no den ASV im Spiel hal­ten. Der Ja­pa­ner kam deut­lich bes­ser zu­recht und füg­te Ste­ger in drei en­gen Sät­zen nach tol­len Ball­wech­seln ei­ne 0:3-Nie­der­la­ge zu. Gleich­zei­tig blieb Mo­ri­zo­no in der Rück­run­de un­ge­schla­gen und schraub­te sei­ne Bi­lanz auf nun­mehr 10:0-Sie­ge.

Die Ent­schei­dung muss­te al­so zwi­schen den von Trai­ner Ra­de Mar­ko­vic für Ro­bles auf­ge­bo­te­nen Sam Wal­ker und Skatch­kov fal­len. Wal­ker be­gann fu­ri­os und ent­schied den Auf­takt­satz klar für sich. Doch Skatch­kov stei­ger­te sich und spiel­te in den ent­schei­den­den Pha­sen teil­wei­se spek­ta­ku­lä­re Bäl­le, so dass Wal­ker trotz deut­li­cher Satz­füh­run­gen ei­ne 1:3-Nie­der­la­ge ein­steck­te.

IN DEN ENT­SCHEI­DEN­DEN MO­MEN­TEN war Al­va­ro Ro­bles in sei­nem Match ge­gen Na­tio­nal­spie­ler Bas­ti­an Ste­ger nicht aus­ge­bufft ge­nug. Fo­to: GES

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