Men­tal in der Spur

Rhein-Neckar Lö­wen ge­ben sich in Lem­go kei­ne Blö­ße / Ja­cob­sen schont Stamm­kräf­te für Kiel

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Micha­el Wil­ke­ning

Lem­go. Ab­ge­klärt ha­ben die RheinNeckar Lö­wen ih­re Pflicht­auf­ga­be beim TBV Lem­go ge­löst. Der deut­sche Hand­ball-Meis­ter sieg­te mit 33:28 (17:13) und bleibt da­mit Bun­des­li­ga-Ta­bel­len­füh­rer SG Flens­burg-Han­de­witt auf den Fer­sen. Die Schwie­rig­keit der Be­geg­nung bei den Ost­west­fa­len war der Ter­min. Ein­ge­bet­tet in die Cham­pi­ons-Le­agueDu­el­le ge­gen den THW Kiel be­stand die Ge­fahr, dass die Lö­wen oh­ne die not­wen­di­ge Kon­zen­tra­ti­on zu Wer­ke ge­hen wür­den, die in je­dem Bun­des­li­ga-Match, vor al­lem in frem­den Hal­len, nö­tig ist. We­ni­ger die Kör­per der Lö­wen-Cracks wa­ren ge­for­dert, viel mehr ging es dar­um, men­tal be­reit zu sein. „Das ha­ben wir gut ge­macht, auch wenn wir nicht so be­weg­lich in der De­ckung wa­ren wie in Kiel“, sag­te Trai­ner Ni­ko­laj Ja­cob­sen.

Knapp 15 Mi­nu­ten be­nö­tig­ten die Lö­wen schließ­lich, um nicht nur phy­sisch in der Lip­per­land­hal­le an­we­send zu sein, son­dern auch psy­chisch. Bis zum 7:6 für den TBV durf­ten die Zu­schau­er auf ei­ne Sen­sa­ti­on hof­fen, ehe die Ba­de­ner mit ei­nem Zwi­schen­spurt für kla­re Ver­hält­nis­se sorg­ten. Beim 14:8 (23.) hat­te der deut­sche Meis­ter die Kräf­te­ver­hält­nis­se zu­recht­ge­rückt und war schon zur Pau­se auf Sieg­kurs, wenn­gleich die Lem­go­er bis da­hin zu­min­dest et­was nä­her her­an­ge­kom­men wa­ren – 13:17. In der zwei­ten Halb­zeit gab es nur noch ei­nen kri­ti­schen Mo­ment, als An­dy Schmid in der 37. Mi­nu­te auf die lin­ke Hüf­te fiel und mit schmerz­ver­zerr­tem Ge­sicht lie­gen blieb. Ein paar Mo­men­te muss­ten die Fans, der Trai­ner und die Mit­spie­ler ban­gen, ehe klar wur­de, dass sich der Schwei­zer zwar ei­nen un­an­ge­neh­me Prel­lung zu­ge­zo­gen hat­te, sich aber nicht schwer­wie­gend ver­letzt hat­te. Schmid kehr­te den­noch nicht mehr aufs Feld zu­rück – der Scho­nung we­gen. „Er hät­te wei­ter­spie­len kön­nen, aber so war es bes­ser“, sag­te Ja­cob­sen. Für Schmid führ­te fort­an Mads Men­sah Lar­sen klug Re­gie. Ge­gen den ab­stiegs­be­droh­ten TBV hat­ten die Ba­de­ner kei­ne Pro­ble­me, den Sieg auch oh­ne ih­ren Kopf zu si­chern. Sou­ve­rän ver­wal­te­ten sie zu­nächst die Vier-To­reFüh­rung, ehe die Lö­wen mit drei Tref­fern in­ner­halb von zwei­ein­halb Mi­nu­ten zum 29:22 die Ent­schei­dung her­bei­führ­ten. Ge­schont wur­den ei­ni­ge Stamm­kräf­te. Alex­an­der Pe­ters­son und Kim Ek­dahl du Rietz be­ka­men lan­ge Pau­sen, auch Hendrik Pe­keler wur­de im An­griff nicht ein­ge­setzt. Sie wer­den am Don­ners­tag ge­gen Kiel aus­ge­ruht ge­braucht.

TBV Lem­go: Mans­son (6), Ko­gut (6), Bar­tok (5), Theu­er­kauf (3), Zie­ker (3), Sten­bä­cken (3), Horn­ke (1), Su­ton (1).

Rhein-Neckar Lö­wen: Si­gurds­son (11/2), Ek­dahl du Rietz (5), Gro­etz­ki (4), Bae­na Gon­za­les (4), Lar­sen (4), Rein­kind (2), Schmid (1), Pe­ters­son (1), Pe­keler (1).

Schmid zieht sich Hüft­prel­lung zu

DAU­MEN HOCH: Gud­jon Valur Si­gurds­son zeig­te sich auch in Lem­go in Tor­lau­ne und traf für die Rhein-Neckar Lö­wen elf­mal. Fo­to: ima­go

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