De­gen­kolb zö­gert ei­nen Mo­ment zu lan­ge

Rad­pro­fi ver­gibt Sieg­chan­ce bei Gent-We­vel­gem

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

We­vel­gem (sid). Ei­ne klei­ne Un­auf­merk­sam­keit reich­te – und der Sieg war für Rad­pro­fi John De­gen­kolb au­ßer Reich­wei­te. Der Klas­si­ker-Spe­zia­list muss auch nach dem pres­ti­ge­träch­ti­gen Ein­ta­ges­ren­nen Gent-We­vel­gem wei­ter auf sei­nen ers­ten gro­ßen Er­folg in die­sem Früh­jahr war­ten. Olym­pia­sie­ger Greg van Aver­maet war nach 249 har­ten Ki­lo­me­tern der Stärks­te – und auch der Cle­vers­te. Für De­gen­kolb war der acht­ba­re fünf­te Platz zu­min­dest ein Trost­pflas­ter. „Ich war gut“, sag­te der 28-Jäh­ri­ge kurz nach der Ziel­durch­fahrt noch et­was au­ßer Atem, „dann ha­be ich ei­nen klei­nen Feh­ler ge­macht und die Grup­pe ver­passt.“

Was De­gen­kolb mein­te: Als der Bel­gi­er van Aver­maet mit dem spä­te­ren Zwei­ten, sei­nem Lands­mann Jens Keu­ke­lei­re, et­wa 20 Ki­lo­me­ter vor Schluss auf ei­nem Flach­stück at­ta­ckier­te, zö­ger­te der Thü­rin­ger ei­nen Au­gen­blick zu lan­ge. Die Sieg­chan­ce war da­hin. To­ny Mar­tin wur­de gut 40 Ki­lo­me­ter vor dem Ziel in ei­nen Mas­sen­sturz ver­wi­ckelt und ver­lor un­ver­schul­det den An­schluss. Al­lem An­schein nach kam er aber oh­ne schwe­re Ver­let­zung da­von. Er­öff­net wur­de die 79. Auf­la­ge mit ei­ner Mi­nu­te des Ge­den­kens an den 2016 mit nur 25 Jah­ren ver­stor­be­nen An­toi­ne De­moi­tie. Der Bel­gi­er war im Vor­jah­res­ren­nen nach ei­nem tra­gi­schen Un­fall mit ei­nem Be­gleit­mo­tor­rad ums Le­ben ge­kom­men. Die Start­num­mer 192, die De­moi­tie bei dem Un­glück trug, wur­de dies­mal nicht ver­ge­ben.

FÜNF­TER wur­de John De­gen­kolb. Fo­to: ima­go

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