Schwar­ze Lis­te mit kor­rup­ten Fir­men

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT -

Ber­lin (dpa). Kor­rup­te und be­trü­ge­ri­sche Un­ter­neh­men lan­den künf­tig auf ei­ner „Schwar­zen Lis­te“beim Bun­des­kar­tell­amt. Der Bun­des­tag be­schloss jetzt, bei der Be­hör­de ein zen­tra­les Wett­be­werbs­re­gis­ter ein­zu­rich­ten. Dort sol­len Un­ter­neh­men auf­ge­führt wer­den, bei de­nen es „gra­vie­ren­de Rechts­ver­stö­ße“wie Be­ste­chung, Geld­wä­sche oder Steu­er­hin­ter­zie­hung gab. Der öf­fent­li­chen Hand soll es so er­leich­tert wer­den, die be­trof­fe­nen Fir­men von öf­fent­li­chen Auf­trä­gen aus­zu­schlie­ßen.

In Zu­kunft sind Bund, Län­der und Kom­mu­nen da­zu ver­pflich­tet, ab ei­nem Auf­trags­wert von 30 000 Eu­ro beim Re­gis­ter nach­zu­fra­gen, ob das Un­ter­neh­men dort ge­lis­tet ist. Zu den Rechts­ver­stö­ßen, die zum Aus­schluss aus dem Ver­ga­be­ver­fah­ren füh­ren sol­len, ge­hö­ren auch Straf­ta­ten wie Be­trug, Ter­ror­fi­nan­zie­rung und Men­schen­han­del so­wie Ver­stö­ße ge­gen das Kar­tell-, Ar­beits­o­der So­zi­al­recht. Ge­mel­det wer­den müs­sen rechts­kräf­ti­ge Urteile und Buß­geld­be­schei­de.

Erst nach drei bis fünf Jah­ren wer­den Ein­tra­gun­gen ge­löscht – es sei denn, die Fir­ma weist ei­ne „Selbst­rei­ni­gung“nach.

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