Ele­fant tö­tet vier Men­schen

Tier dringt in Haus ein und tram­pelt Be­woh­ner zu To­de

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Co­im­ba­to­re (dpa). Ein wild ge­wor­de­ner Ele­fant hat am Ran­de ei­ner Groß­stadt in Süd­in­di­en vier Men­schen ge­tö­tet. Das Tier drang aus ei­nem Wald zu­nächst in ein Haus in der Stadt Co­im­ba­to­re ein, wü­te­te dort und hob ei­ne schla­fen­de Zwölf­jäh­ri­ge mit sei­nem Rüs­sel hoch. Als das Tier sie zu Bo­den warf, war das Mäd­chen so­fort tot, be­rich­te­te die lo­ka­le Po­li­zei. An­schlie­ßend tram­pel­te der Ele­fant zwei Frau­en und ei­nen 70-jäh­ri­gen Mann zu To­de. Wei­te­re fünf Men­schen muss­ten ver­letzt in ein Kran­ken­haus.

Wild­tier­ex­per­ten und Po­li­zis­ten ver­such­ten nun, das aus­ge­wach­se­ne Tier zu be­täu­ben und zu­rück in den Wald zu brin­gen, sag­te der Po­li­zei­spre­cher. Dies ge­lang nach grö­ße­rem Auf­wand.

Nach Re­gie­rungs­an­ga­ben tö­ten Ele­fan­ten in In­di­en je­des Jahr mehr als 300 Men­schen. Wild le­ben­de Ele­fan­ten, von de­nen es in dem Land Schät­zun­gen zu­fol­ge rund 30 000 gibt, ver­las­sen we­gen Ab­hol­zung und an­de­rer Ein­grif­fe durch Men­schen im­mer wie­der ih­re na­tür­li­che Um­ge­bung und ge­ra­ten nicht sel­ten au­ßer Kon­trol­le. Auch im Nach­bar­land Ne­pal wur­de ein Mann von ei­nem Ele­fan­ten ge­tö­tet. Das Op­fer sei beim Pilz­sam­meln in ei­nem Wald im Süd­os­ten des Lan­des er­drückt wor­den, be­rich­te­te die dor­ti­ge ört­li­che Po­li­zei. Dem Ver­neh­men nach kommt es in jüngs­ter Ver­gan­gen­heit deut­lich öf­ter als in den Vor­jah­ren zu töd­li­chen Kon­fron­ta­tio­nen zwi­schen Ele­fan­ten und Men­schen auf dem in­di­schen Sub­kon­ti­nent.

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