Karls­ru­her „Kraft­akt“

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Karls­ru­he (da). Es wird ei­ni­ge Ta­ge dau­ern, bis das mut­maß­lich po­si­ti­ve Si­gnal aus Frank­furt letz­te for­ma­le Un­si­cher­hei­ten be­sei­tigt. Wie zu er­war­ten war, ließ der Karls­ru­her SC ges­tern schon mal zu ver­däch­ti­ger St­un­de – et­wa 15 Mi­nu­ten nach der De­ad­line – Rauch auf­stei­gen: „Frist­ge­recht“ha­be das Prä­si­di­um des Fuß­ball-Dritt­li­gis­ten „al­le Un­ter­la­gen“im Rah­men des Li­zen­zie­rungs­ver­fah­rens beim DFB ein­ge­reicht, hieß es in der ver­brei­te­ten Mit­tei­lung. Man er­war­te ei­ne ab­schlie­ßen­de Nach­richt über die Zu­las­sung bis spä­tes­tens zum 15. Ju­ni.

Na­tür­lich war im of­fi­zi­el­len KSCBul­le­tin aber­mals vom „gro­ßen Kraft­akt“die Re­de. Und Club­chef In­go Wel­len­reu­ther wie­der­hol­te im Ge­spräch mit die­ser Zei­tung, dass die Vor­stands­ar­beit der ver­gan­ge­nen vier Wo­chen in dem über­ar­bei­te­ten Zah­len­werk ste­cke, das wei­ter ei­nen Zu­schau­er­schnitt von 11 000 Be­su­cher an­nimmt. Man sei „zu­ver­sicht­lich“, dass die ein­ge­reich­ten Spon­so­ren­nach­wei­se und Si­cher­hei­ten vor der Plau­si­bi­li­täts­prü­fung des DFB be­ste­hen wer­den.

Als ur­säch­lich für die nö­ti­gen Nach­jus­tie­run­gen führ­ten Wel­len­reu­ther so­wie sei­ne Mit­strei­ter Gün­ter Pi­lar­s­ky und Hol­ger Sieg­mund-Schult­ze die nach dem Ab­stieg dra­ma­tisch ver­än­der­te „Ein­nah­me­si­tua­ti­on“an. Zehn Mil­lio­nen Eu­ro we­ni­ger, noch rund 800 000 Eu­ro, hat der KSC aus dem TV-Topf zu er­war­ten. So dank­ten Wel­len­reu­ther und Sieg­mund-Schult­ze Freun­den, Gön­nern, Ge­schäfts­part­nern so­wie drei Haus­ban­ken – nicht zu­letzt Pi­lar­s­ky für des­sen „er­neu­te groß­zü­gi­ge Un­ter­stüt­zung“.

Mit ei­nem Li­zenz­spie­le­re­tat von fünf Mil­lio­nen Eu­ro will der KSC so­fort zu­rück in Li­ga zwei. Das Aus des TSV 1860 Mün­chen lässt er­war­ten, dass des­sen ehe­ma­li­ger Sport­di­rek­tor Oli­ver Kreu­zer den ei­nen oder an­de­ren Be­kann­ten aus Gie­sing an­lo­cken will. Das In­ter­es­se, Jan Mau­ers­ber­ger zu­rück­zu­ho­len, be­stritt Kreu­zer nicht.

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