Mehr Ar­beit als er­war­tet

French Open: Djo­ko­vic ringt Schwart­z­man nie­der / Na­dals Spa­zier­gang

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Pa­ris (dpa). Mit ei­ner ein­drucks­vol­len Macht­de­mons­tra­ti­on hat Top-Fa­vo­rit Ra­fa­el Na­dal sei­ne Am­bi­tio­nen auf den zehn­ten Ti­tel bei den French Open un­ter­stri­chen, sein po­ten­zi­el­ler Halb­fi­nal­geg­ner Novak Djo­ko­vic stand in Pa­ris da­ge­gen kurz vor dem Aus. Erst nach 3:19 St­un­den und fünf Sät­zen rang der Ti­tel­ver­tei­di­ger ges­tern den Ar­gen­ti­ni­er Die­go Schwart­z­man mit 5:7, 6:3, 3:6, 6:1, 6:1 nie­der. Na­dal hat­te zu­vor leich­tes Spiel. Der Spa­nier de­klas­sier­te sei­nen ge­or­gi­schen Geg­ner Ni­ko­los Bas­si­la­schwi­li mit 6:0, 6:1, 6:0 und zog nach ge­ra­de ein­mal 90 Mi­nu­ten ins Ach­tel­fi­na­le ein. „Es war ein sehr gu­tes Match von mir, si­cher­lich ei­nes der bes­ten seit ei­ner Wei­le“, sag­te Na­dal. Der Mal­lor­qui­ner,

Witt­höft heu­te ge­gen Plis­ko­va

der heu­te sei­nen 31. Ge­burts­tag fei­ert, trifft beim Ten­nis-Spek­ta­kel nun auf sei­nen Lands­mann Ro­ber­to Bau­tis­ta Agut. Für Na­dal, der das sechs­te 6:0, 6:0, 6:0 in der Grand-Slam-Ge­schich­te nur knapp ver­pass­te, war es im 21. Spiel auf Sand in die­sem Jahr der 20. Sieg.

Djo­ko­vic muss­te da­ge­gen Schwerst­ar­beit ver­rich­ten. Ge­gen den zu­nächst wie im Rausch spie­len­den Schwart­z­man lag der Ser­be zu­nächst 1:2 nach Sät­zen zu­rück, ehe er sich noch ins Ach­tel­fi­na­le ret­te­te. „Die­go hat un­glaub­lich gut ge­spielt“, lob­te Djo­ko­vic sei­nen Kon­tra­hen­ten. Schwart­z­man über­rasch­te Djo­ko­vic im­mer wie­der mit sei­nem druck­vol­len und un­be­küm­mer­ten Spiel. Nach 54 Mi­nu­ten nutz­te der Ar­gen­ti­ni­er sei­nen fünf­ten Satz­ball zum Ge­winn des ers­ten Durch­gangs. Doch Djo­ko­vic blieb zu­nächst ru­hig und si­cher­te sich den zwei­ten Ab­schnitt mit 6:3. Schwart­z­man stei­ger­te sich wie­der und spiel­te ge­gen En­de des drit­ten Sat­zes sein bes­tes Ten­nis. Die Sen­sa­ti­on lag in der Luft, doch da­nach ging ihm die Kraft aus. Djo­ko­vic, der am Sonn­tag auf Al­bert Ra­mos-Vi­no­las aus Spa­ni­en (Nr. 19) trifft, nutz­te das und hol­te sich die Sät­ze vier und fünf.

Bei den Frau­en er­reich­te Ti­tel­ver­tei­di­ge­rin Gar­bi­ñe Mu­guru­za oh­ne gro­ße Mü­he das Ach­tel­fi­na­le. Die Spa­nie­rin setz­te sich ge­gen Ju­lia Pu­tin­ze­wa aus Ka­sachs­tan mit 7:5, 6:2 durch. Mu­guru­za be­kommt es jetzt mit der Fran­zö­sin Kris­ti­na Mla­de­no­vic zu tun. Der Pu­bli­kums­lieb­ling rang die Ame­ri­ka­ne­rin Shel­by Ro­gers mit 7:5, 4:6, 8:6 nie­der. Da­bei mach­te Mla­de­no­vic im drit­ten Satz ei­nen 2:5-Rück­stand wett. Am heu­ti­gen Sams­tag kämpft die letz­te ver­blie­be­ne Deut­sche im Wett­be­werb, Ca­ri­na Witt­höft, ge­gen die an Num­mer zwei ge­setz­te Ka­ro­li­na Plis­ko­va aus Tsche­chi­en um den Ein­zug ins Ach­tel­fi­na­le.

SCHWERST­AR­BEIT muss­te Ti­tel­ver­tei­di­ger Novak Djo­ko­vic in der drit­ten Run­de ver­rich­ten. Der Ser­be be­nö­tig­te ge­gen Die­go Schwart­z­man fünf Sät­ze. Fo­to: AFP

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.