Lärm­ak­ti­ons­plan be­schlos­sen

Tem­po 30 soll auf der Orts­durch­fahrt der Bun­des­stra­ße B 294 be­an­tragt wer­den

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Man­fred Schott

Neu­lin­gen. Der Neu­lin­ger Gemeinderat hat dem Lärm­ak­ti­ons­plan zu­ge­stimmt. Gleich­zei­tig wur­de mit gro­ßer Mehr­heit die Ver­wal­tung be­auf­tragt, die Be­gren­zung der Ge­schwin­dig­keit auf 30 Ki­lo­me­ter pro St­un­de auf der Bau­schlot­ter Orts­durch­fahrt der Bun­des­stra­ße 294 (Pforz­hei­mer Stra­ße) beim Ver­kehrs­amt zu be­an­tra­gen.

Mit deut­li­cher Mehr­heit ab­ge­lehnt wur­de die Be­reit­stel­lung von Haus­halts­mit­teln im nächs­ten Jahr für ei­ne Mach­bar­keits­stu­die zum Bau ei­nes Kreis­ver­kehrs an der Kreu­zung An­ger/B 294/Öl­bron­ner Stra­ße (L 611). Der Lärm­ak­ti­ons­plan setzt ei­ne EU-Richt­li­nie um, die ein Kon­zept zum Ziel hat, schäd­li­che Aus­wir­kun­gen durch Um­ge­bungs­lärm zu ver­hin­dern, ih­nen vor­zu­beu­gen oder sie zu min­dern. Ein In­ge­nieur­bü­ro für Ver­kehrs­we­sen aus Karls­ru­he hat für Neu­lin­gen die­se Lärm­ak­ti­ons­pla­nung er­stellt. Laut Bun­des­ver­kehrs­we­ge­zäh­lung fällt nur die Orts­durch­fahrt der B 294 in Bau­schlott mit ei­ner Ver­kehrs­be­las­tung von über 8 200 Kraft­fahr­zeu­ge pro Tag in die Lärm­kar­tie­rung und da­mit in die Lärm­ak­ti­ons­pla­nung. Zur Ver­bes­se­rung der Lärm­si­tua­ti­on wur­de dort be­reits in ei­nem Pi­lot­pro­jekt ei­ne lärm­op­ti­mier­te As­phalt­deck­schicht auf­ge­bracht. Nach den Fest­stel­lun­gen von Ge­mein­de­rä­ten hat die­se Maß­nah­me auch Wir­kung ge­zeigt. Al­ler­dings lässt durch die Ver­dich­tung der Fahr­bah­no­ber­flä­che die­se Lärm­däm­mung im Lau­fe der Jah­re nach. Als kurz­fris­tig um­setz­ba­re Maß­nah­me zur Lärm­re­du­zie­rung emp­fiehlt der Lärm­ak­ti­ons­plan die Aus­wei­sung von Tem­po 30 als zu­läs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit. Die zwei­te Emp­feh­lung ist die Um­ge­stal­tung des Kno­ten­punk­tes B 294/L 611/An­ger zu ei­nem Kreis­ver­kehr. Dies wür­de zwar die Lärm­be­läs­ti­gung durch die Halte­und Start­vor­gän­ge an der Si­gnal­an­la­ge durch ei­nen ste­ti­gen Ver­kehrs­fluss ver­min­dern, wür­de aber die Fahr­bahn na­he an die be­ste­hen­de Be­bau­ung her­an­rü­cken las­sen.

Aus der Mit­te des Ge­mein­de­ra­tes wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass mit ei­ner Krei­sel­lö­sung die Fuß­gän­ger­über­que­rung an der Kreu­zung nicht ge­löst ist. Jetzt sorgt die Am­pel für die Si­cher­heit der Fuß­gän­ger, was auch künf­tig so sein müs­se. Man wer­de bei ei­nem Kreis­ver­kehr auch nicht um ei­ne Si­gnal­an­la­ge für die Fuß­gän­ger und da­mit nicht um das An­hal­ten von Fahr­zeu­gen her­um­kom­men. Die­se Punk­te be­wo­gen den Gemeinderat, auf ei­ne kos­ten­in­ten­si­ve Mach­bar­keits­stu­die zu ver­zich­ten.

SOR­GEN­KIND in Sa­chen Lärm­be­läs­ti­gung ist die Orts­durch­fahrt der Bun­des­stra­ße B 294 in Bau­schlott. Tem­po 30 wird jetzt be­an­tragt. Ein Ver­kehrs­krei­sel bei der Kreu­zung An­ger/Öl­bron­ner Stra­ße (im Bild) wird die Pro­ble­me wohl nicht lö­sen. Fo­to: Man­fred Schott

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