Wald in ru­hi­gem Ge­wäs­ser

Ober­forstrat zieht in St­ein po­si­ti­ve Jah­res­bi­lanz

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Kö­nigs­bach-St­ein (ufa). „Mit dem Wald läuft al­les in ru­hi­gen Ge­wäs­sern, gro­ße Ka­la­mi­tä­ten sind an uns vor­über­ge­gan­gen.“Die­se er­freu­li­che Nach­richt über­brach­te Ober­forstrat An­dre­as Roth dem Gemeinderat im Bür­ger­saal des Rat­hau­ses St­ein. „Wir konn­ten plan­mä­ßig ar­bei­ten, das Holz wur­de or­dent­lich be­zahlt“, so Roth wei­ter. Er riss das der­zeit die Kom­mu­nen be­schäf­ti­gen­de The­ma „Kar­tell­ver­fah­ren“an, des­sen Be­stre­bung es sei, für den Staats­wald ei­ge­ne Struk­tu­ren zu schaf­fen und aus der Forst­ver­wal­tung her­aus­zu­neh­men. Dem­nach ist dem Land die Be­wirt­schaf­tung der ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Wäl­der aus ei­ner Hand künf­tig un­ter­sagt. „Wir stre­ben je­doch an, den Kom­mu­nal- und den Pri­vat­wald aus ei­ner Hand zu be­ar­bei­ten“, un­ter­strich der stell­ver­tre­ten­de Lei­ter des For­st­amts Enz­kreis. Man wol­le mög­lichst viel der Struk­tur bei der Wald­be­wirt­schaf­tung er­hal­ten. Bür­ger­meis­ter Hei­ko Genth­ner stimm­te zu und sag­te, „der Wald hat für uns auch ei­ne Er­ho­lungs­und Schutz­funk­ti­on“.

Re­vier­förs­ter Si­mon Ma­des stell­te das Er­geb­nis des Forst­wirt­schafts­jah­res 2016 aus­führ­lich vor. Bei ei­ner Holz­bo­den­flä­che von 871 Hekt­ar ha­be man 7 000 Fest­me­ter Holz ein­ge­schla­gen und da­mit ei­nen Er­lös von 316 890 Eu­ro er­zielt. Nach Ab­zug al­ler Kos­ten et­wa für den Ei­gen­an­teil der Wald­kal­kung, für Kul­tu­ren, Wald­schutz, Be­stands­pfle­ge, Be­triebs­steu­ern, Ver­wal­tung oder Ver­kehrs­si­che­rung, plus Ein­nah­men für die Jagd­pacht, sind am En­de des Jah­res 16 365 Eu­ro auf der Ha­ben­sei­te üb­rig­ge­blie­ben. Wie Ma­des au­ßer­dem in­for­mie­re, wur­den 44 Pro­zent des Hol­zes als Stamm­holz ver­kauft, zwölf Pro­zent als In­dus­trie­holz und 20 Pro­zent als Brenn­holz. Er lob­te aus­drück­lich die bei­den Forst­mit­ar­bei­ter Gün­ter Bahm und An­dre­as Drost. Be­schlos­sen hat der Gemeinderat ei­ne au­ßer­plan­mä­ßi­ge Aus­ga­be in Hö­he von 7 311 Eu­ro für die Über­land­hil­fe der Feu­er­wehr Rem­chin­gen, die beim Hoch­was­ser am 7. und 8. Ju­ni 2016 in St­ein tä­tig war. Eben­so zu­ge­stimmt hat das Gre­mi­um dem Neu­bau ei­ner Ver­kaufs­stät­te der Lidl-Markt­fi­lia­le im Ge­wer­be­ge­biet Plöt­zer, un­ter der Vor­aus­set­zung, dass die Fest­set­zun­gen des neu­en Be­bau­ungs­plans für die­sen Be­reich ein­ge­hal­ten sind. Vor Er­tei­lung der Bau­ge­neh­mi­gung ist ei­ne Ver­ein­ba­rung über die Ab­lö­sung der not­wen­di­gen Stell­plät­ze zu schlie­ßen und der fäl­li­ge Ab­lö­se­be­trag vom Bau­herrn zu be­zah­len. Dar­über hin­aus muss ei­ne schrift­li­che Ver­ein­ba­rung über die Kos­ten­über­nah­me für die durch das Bau­vor­ha­ben ver­ur­sach­te Ver­le­gung des Kämp­fel­bachs vor­lie­gen.

Gen­ther wies auf die Voll­sper­rung der B 10 ab 6. Ju­ni in Wil­fer­din­gen hin, die auch die Ge­mein­de stark tan­gie­ren wer­de. Da­her wür­den die Am­pel­schal­tun­gen in der Ge­mein­de ge­än­dert so­wie Be­darf­s­am­peln an den Fuß­gän­ger­über­we­gen in­stal­liert.

Lidl baut im Ge­wer­be­ge­biet Plöt­zer

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