Wei­sen­bur­ger be­stä­tigt Ver­pflich­tung des Welt­stars

Ta­dao An­do baut die neue Zen­tra­le der Ras­tat­ter Bau­fir­ma am Karls­ru­her Er­hard­bou­le­vard / 2019 Ein­zug?

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Ru­pert Huste­de

Der Ar­chi­tek­tur­star Ta­dao An­do baut in Karls­ru­he. Was die BNN be­reits kurz vor Weih­nach­ten 2016 ex­klu­siv be­rich­te­ten, hat die Bau­fir­ma Wei­sen­bur­ger jetzt of­fi­zi­ell per Mit­tei­lung be­stä­tigt. Fünf Mo­na­te hielt sich das Ras­tat­ter Un­ter­neh­men al­so selbst noch mit der Nach­richt zu­rück. Jetzt aber be­tont man, die Pla­nun­gen für die neue Wei­sen­bur­ger-Zen­tra­le am Er­hard­bou­le­vard lie­fen auf Hoch­tou­ren. Vor­aus­sicht­lich 2019 wer­de das Un­ter­neh­men an der Boom-Ave­nue sei­nen neu­en Haupt­sitz im An­do-Bau be­zie­hen. Der Bau­an­trag sei ein­ge­reicht, und die Bau­ar­bei­ten soll­ten noch 2017 los­ge­hen. „Auf 13 000 Qua­drat­me­tern und vor­der­sei­tig sie­ben Stock­wer­ken ent­ste­hen dort Bü­ro­flä­chen so­wie ein neu­es Be­mus­te­rungs­und Pla­nungs­zen­trum nach den Ent­wür­fen des welt­be­kann­ten und mit dem Pritz­ker-Preis aus­ge­zeich­ne­ten Ar­chi­tek­ten Ta­dao An­do“, freut sich Wei­sen­bur­ger. Die Ar­chi­tek­tur des Welt­stars mit ih­rer ho­hen Trans­pa­renz und Be­ton als Haupt­werk­stoff pass­ten zur Phi­lo­so­phie der Bau­fir­ma. Folg­lich „stand schnell fest, dass nur Ta­dao An­do in Fra­ge kommt“, lässt Wei­sen­bur­ger nun ver­lau­ten.

Be­reits 2014 ha­be man bei An­do in Ja­pan an­ge­fragt und ei­ne höf­li­che Ab­sa­ge er­hal­ten. „Doch Wei­sen­bur­ger hat kei­nen Auf­wand ge­scheut und ließ nicht lo­cker, um den be­rühm­ten Ar­chi­tek­ten für die­ses Pro­jekt und für Karls­ru­he zu ge­win­nen“, be­tont die ba­di­sche Bau­fir­ma. „Beim sieb­ten Ver­such ei­nig­te man sich schließ­lich auf ein per­sön­li­ches Ken­nen­ler­nen in Os­a­ka“, er­läu­tert die Fir­ma ihr Vor­ge­hen. Be­reits kurz dar­auf sei An­do zum Ge­gen­be­such ge­kom­men – und der Grund­stein für die Zu­sam­men­ar­beit war ge­legt.

Wei­sen­bur­ger zi­tiert An­do mit dem Satz: „Ich möch­te ein Bau­werk er­schaf­fen, das die Be­grif­fe Ef­fi­zi­enz, Wohl­ge­fühl und Vi­sio­nen wert­schätzt.“An­do bie­tet laut Wei­sen­bur­ger „ei­ne zu­kunfts­wei­sen­de Ar­chi­tek­tur mit der Ein­fach­heit des Sicht­be­tons un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Um­ge­bung und der Na­tur“. Ge­schäfts­füh­rer Ni­co­lai Wei­sen­bur­ger be­tont, der 75-jäh­ri­ge „Meis­ter des Mi­ni­ma­lis­mus“be­herr­sche „die Re­duk­ti­on auf das We­sent­li­che“.

Als Ge­ne­ral­un­ter­neh­mer ent­wi­ckelt und rea­li­siert Wei­sen­bur­ger Bau seit 60 Jah­ren Pro­jek­te. Der Um­zug von Ras­tatt an den Er­hard­bou­le­vard, Karls­ru­hes neu­en Haupt­stadt­ein­gang, op­ti­mie­re die Fir­ma ih­ren Sitz.: „Die Nä­he zum KIT und zur Hoch­schu­le Karls­ru­he ist die idea­le Aus­gangs­la­ge“, be­tont das Un­ter­neh­men. Zu­dem zi­tiert Wei­sen­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ter Frank Men­trup mit der Aus­sa­ge: „Die An­sied­lung von Wei­sen­bur­ger ist ein ech­ter Ge­winn für den Wirt­schafts­stand­ort Karls­ru­he.“Zu­dem ver­spre­che das En­ga­ge­ment An­dos „erst­klas­si­ge Ar­chi­tek­tur“.

Beim sieb­ten Ver­such biss der 75-jäh­ri­ge Ja­pa­ner an

EI­NEN AN­DO-BAU und da­mit ei­ne ar­chi­tek­to­ni­sche At­trak­ti­on be­kommt die Fä­cher­stadt mit dem neu­en Haupt­sitz der Bau­fir­ma Wei­sen­bur­ger auf der Ost­stadt­sei­te des Er­hard­bou­le­vards, der boo­men­den Ein­fall­schnei­se von Süd­os­ten. Fo­tos: wei­sen­bur­ger bau

HAND­SCHLAG: Ta­dao An­do (rechts) und Ge­schäfts­füh­rer Ni­co­lai Wei­sen­bur­ger.

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