Stadt­ge­spräch

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

Vie­le ha­ben es im Vor­feld ge­sagt, die Ver­tre­ter des Netz­werks, der OB, der Ers­te Bür­ger­meis­ter, der Po­li­zei­prä­si­dent: Der Pro­test muss fried­lich sein. Ei­ne De­mo­kra­tie muss auch ex­tre­me Au­ßen­sei­ter aus­hal­ten kön­nen, der Pro­test ge­gen sie kann nur fried­lich ge­äu­ßert wer­den. Wer al­so in Karls­ru­he da­von re­det, dass man den Na­zi­auf­marsch ver­hin­dern wol­le, müss­te ei­gent­lich im­mer da­zu sa­gen, wie und mit wel­chen Mit­teln er ihn denn kon­kret ver­hin­dern will – et­wa auch durch ei­ne Kon­fron­ta­ti­on mit der Po­li­zei, de­ren Auf­ga­be es ist, die Si­cher­heit in Dur­lach zu ge­währ­leis­ten und die de­mo­kra­ti­schen Grund­rech­te al­ler zu si­chern? Man soll­te nicht de­nen auf den Leim ge­hen, die nach den Kon­se­quen­zen ei­ner selbst ver­ur­sach­ten Pro­vo­ka­ti­on dann mit dem un­säg­lich dum­men Spruch „Deut­sche Po­li­zis­ten schüt­zen Fa­schis­ten“durch die Stra­ßen zie­hen. Die durch vie­le Bun­des­län­der ver­stärk­te Po­li­zei wird heu­te al­les dran set­zen, in ei­ner schwie­ri­gen La­ge ih­ren Job zu ma­chen, dies nützt der Stadt. Die Bür­ger­ge­sell­schaft wird heu­te ein po­si­ti­ves Zei­chen set­zen, dies nützt der Stadt und ih­ren Bür­gern erst recht. Was aber nie­man­dem nützt, sind Kon­fron­ta­tio­nen und Pro­vo­ka­tio­nen. Jeg­li­chen Ver­su­chen muss recht­zei­tig ein Rie­gel vor­ge­scho­ben wer­den. Theo Westermann

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