Kampf ge­gen ei­ne Ideo­lo­gie

Pforzheimer Kurier - - DER TERROR UND DIE FOLGEN -

Im Kampf ge­gen den Ter­ror hat die bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin May ei­nen Vier-Punk­te-Plan vor­ge­stellt. • Ideo­lo­gie be­kämp­fen: Die Strö­mung is­la­mis­ti­scher Ideo­lo­gie müs­se be­siegt wer­den, sie sei die Ge­mein­sam­keit der jüngs­ten An­schlä­ge in Groß­bri­tan­ni­en, sag­te May. Die „bös­ar­ti­ge Ideo­lo­gie des is­la­mi­schen Ex­tre­mis­mus“pre­di­ge Hass, säe Zwist und för­de­re das Sek­tie­rer­tum. Die Ideo­lo­gie be­haup­te, dass west­li­che Wer­te wie Frie­den und De­mo­kra­tie nicht mit dem Is­lam ver­ein­bar sei­en. „Dies (der is­la­mi­sche Ex­tre­mis­mus) ist als Ideo­lo­gie ei­ne Per­ver­si­on des Is­lam und ei­ne Per­ver­si­on der Wahr­heit“, be­ton­te die Po­li­ti­ke­rin. • Kei­ne Rückzugsräume im Netz: Das In­ter­net dür­fe Ex­tre­mis­ten kei­nen Rück­zugs­ort bie­ten. Viel­mehr müs­se der vir­tu­el­le Raum bes­ser über­wacht und re­gu­liert wer­den, um die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge von Ter­ro­ris­ten zu stö­ren. Da­zu brau­che es in­ter­na­tio­na­le Ver­ein­ba­run­gen, so die Re­gie­rungs­che­fin. • Of­fen­si­ven im In- und Aus­land: Ter­ro­ris­ten müss­ten „si­che­re Räu­me“ge­nom­men wer­den. Das be­deu­te mi­li­tä­ri­sches Ein­grei­fen ge­gen den IS in Sy­ri­en und im Irak. Es wer­de aber auch in Groß­bri­tan­ni­en selbst ei­ne neue Gan­gart be­nö­tigt. „Wäh­rend wir da­bei (der Ter­ror­be­kämp­fung) be­mer­kens­wer­te Fort­schrit­te ge­macht ha­ben, gibt es – um ehr­lich zu sein – viel zu viel To­le­ranz ge­gen­über Ex­tre­mis­mus in un­se­rem Land. Wir müs­sen viel stär­ker dar­an ar­bei­ten, ihn zu er­ken­nen und ihn aus dem öf­fent­li­chen Di­enst und der Ge­sell­schaft aus­zu­rot­ten“, er­klär­te May. • Län­ge­re Haft­stra­fen: Die An­tiTer­ror-Stra­te­gie Groß­bri­tan­ni­ens müs­se über­ar­bei­tet wer­den, da­mit die Po­li­zei und Si­cher­heits­kräf­te al­le nö­ti­gen Mit­tel ge­gen Ex­tre­mis­ten in der Hand hät­ten. Da­zu ge­hör­ten et­wa län­ge­re Haft­stra­fen für Ter­ror­ver­däch­ti­ge. Ga­by Mahlberg

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