Pro­zess be­ginnt ge­gen Bill Cos­by

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Nor­ris­town (dpa). Nach Dut­zen­den Vor­wür­fen we­gen mut­maß­li­cher se­xu­el­ler Über­grif­fe ge­gen Bill Cos­by hat in Nor­ris­town im US-Staat Penn­syl­va­nia der ers­te Straf­pro­zess ge­gen den Schau­spie­ler und En­ter­tai­ner be­gon­nen. In dem zwei bis drei Wo­chen dau­ern­den Ver­fah­ren geht es um Vor­wür­fe ei­ner ehe­ma­li­gen Uni­ver­si­täts­an­ge­stell­ten. Bei ei­ner Ver­ur­tei­lung dro­hen dem 79-Jäh­ri­gen meh­re­re Jah­re Ge­fäng­nis.

Cos­by selbst hat­te an­ge­kün­digt, nicht aus­zu­sa­gen. Ins­ge­samt wer­fen ihm min­des­tens 60 Frau­en se­xu­el­len Miss­brauch vor, die­se Vor­wür­fe sind aber nicht Ge­gen­stand des lau­fen­den Ver­fah­rens. „Ver­trau­en, Ver­rat und die Un­fä­hig­keit, zu­zu­stim­men – dar­um geht es in die­sem Fall“, sag­te Staats­an­wäl­tin Kris­ten Fe­den in ih­rem Er­öff­nungs­plä­doy­er. „Die­ser Fall han­delt von ei­nem Mann, der sei­ne Macht, sei­nen Ruhm und sei­ne zu­vor ge­üb­ten Me­tho­den be­nutz­te, um ei­ne jun­ge Frau in ei­nen hand­lungs­un­fä­hi­gen Zu­stand zu ver­set­zen, da­mit er sich se­xu­ell ver­gnü­gen kann.“Cos­by, der ei­ge­ner Aus­sa­ge zu­fol­ge blind ist, saß zwi­schen sei­nen Ver­tei­di­gern und hör­te auf­merk­sam zu. Der Schau­spie­ler war in Be­glei­tung von Kei­sha Knight Pul­li­am ge­kom­men, sei­ner fik­ti­ven Toch­ter Ru­dy aus der TV-Sit­com „Die Bill Cos­by Show“, die in den 1980er und 90er Jah­ren Mil­lio­nen Fans in den USA und auch in Deutsch­land ver­folg­ten.

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