Ita­lie­ner räu­men ab

Fol­ger und Co frus­triert

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Jo­nas Fol­ger ER­FOLG FÜR DIE GE­SCHICHTS­BÜ­CHER: Mehr­kampf­meis­te­rin Eli­sa­beth Seitz in Ber­lin.

Mu­gel­lo (dpa). Pe­ter Öttl starr­te ge­bannt auf den Mo­ni­tor in der Box und hoff­te in­stän­dig, dass sein Sohn vorn blei­ben mö­ge. Ver­geb­lich. Phil­ipp Öttl hat in der Mo­tor­rad-Welt­meis­ter­schaft die Chan­ce auf ei­nen Po­di­ums­platz ver­passt. Statt ei­nes zum Grei­fen na­hen Sie­ges in der klei­nen Mo­to3-Klas­se der Mo­tor­rad-Welt­meis­ter­schaft be­leg­te er im ita­lie­ni­schen Mu­gel­lo ei­nen ent­täu­schen­den 14. Platz.

Es war der ne­ga­ti­ve Hö­he­punkt ei­nes farb­lo­sen deut­schen Auf­tritts. Statt­des­sen wur­de der Pfingst­sonn­tag zum Tri­um­ph­tag der Ita­lie­ner. Andrea Mi­gno (Mo­to3), Mat­tia Pa­si­ni (Mo­to2) und Andrea Do­vi­zio­so (Mo­toGP) räum­ten groß ab. Zu Be­ginn des Ren­nens war der Öttl auf den 22. Platz zu­rück­ge­fal­len, doch dann star­te­te der KTM-Pi­lot ei­ne Auf­hol­jagd. Drei Run­den vor dem Schluss führ­te der deut­sche Hoff­nungs­trä­ger das Ren­nen so­gar an, wur­de aber in­ner­halb ei­ner drei­vier­tel Run­de auf Platz 14 zu­rück­ge­reicht. Öttl fand kla­re Wor­te: „Das war ein kom­plet­tes Ver­sa­gen von mir.“Der elf­te Platz von Mar­cel Schröt­ter im Mo­to2-Ren­nen war das bes­te Er­geb­nis der ins­ge­samt fünf Deut­schen. Da­bei hat­te sich der Pflug­dor­fer rie­sig auf Mu­gel­lo ge­freut, denn der Kurs zählt zu sei­nen Lieb­lings­stre­cken. Doch nach dem Ren­nen re­agier­te er ent­täuscht. „Aus­ge­rech­net hier fehl­te mir das Ver­trau­en ins Mo­tor­rad. Wir hat­ten vor­her Test­fahr­ten mit der Su­ter ab­sol­viert, bei de­nen Fort­schrit­te zu er­ken­nen wa­ren. Aber jetzt hat sich das Bi­ke kom­plett an­ders ver­hal­ten. Es war ein Un­ter­schied wie Tag und Nacht“, kom­men­tier­te Schröt­ter. Team­kol­le­ge San­dro Cor­te­se be­en­de­te das Ren­nen auf dem 19. Platz und hol­te kei­ne Punk­te. Der Hal­bi­ta­lie­ner wirk­te frus­triert: „Im Mo­ment fällt es mir ein­fach schwer, mit dem Mo­tor­rad schnell zu fah­ren. Das funk­tio­niert ein oder zwei Run­den, aber de­fi­ni­tiv nicht über die gan­ze Renn­dis­tanz. Ich trai­nie­re so hart wie noch nie, um fit zu sein.“

Ei­ne schlech­te Aus­gangs­po­si­ti­on we­gen ei­nes Stur­zes im Qua­li­fy­ing ver­hin­der­te ein bes­se­res Ab­schnei­den des bis­her er­folg­reichs­ten deut­schen Fah­rers Jo­nas Fol­ger (Fo­to: dpa). Der Schwin­deg­ger Mo­toGP-Pi­lot kam mit der Ya­ma­ha auf Platz 13 ins Ziel. In der Ge­samt­wer­tung der Kö­nigs­klas­se be­haup­tet sich der Roo­kie den­noch auf ei­nem be­acht­li­chen neun­ten Platz.

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