WM-Norm für Ho­ward

8,15 Me­ter im Weit­sprung

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Ju­li­an Ho­ward

Oberteuringen (sog). Ju­li­an Ho­ward hat­te ge­nau ge­rech­net. Ex­akt 1 458 Ta­ge ha­be es ge­dau­ert, bis er end­lich sei­ne Best­mar­ke ge­stei­gert hat­te, schrieb der Weit­sprin­ger der LG Re­gi­on Karls­ru­he nach sei­nem Sieg mit 8,11 Me­tern in Wein­heim auf Face­book. Bis zur nächs­ten Best­wei­te gin­gen dann nur acht Ta­ge ins Land: Am Sonn­tag ge­wann der 28-Jäh­ri­ge das Weit­sprung-Mee­ting in Oberteuringen mit ba­di­schem Re­kord von 8,15 Me­tern, was ex­akt die Norm für die WM im Au­gust in Lon­don be­deu­te­te. In der „ewi­gen“deut­schen Bes­ten­lis­te liegt Ho­ward (Fo­to: GES) da­mit auf Rang 24. Für die Team-EM in drei Wo­chen wird Ho­ward in den kom­men­den Ta­gen no­mi­niert.

„Das ist der wohl­ver­dien­te Lohn“, kom­men­tier­te Trai­ner Udo Metz­ler die Leis­tung sei­nes Ath­le­ten, der in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren stets Ver­let­zungs­pech hat­te. In den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten konn­te der Deut­sche Hal­len­meis­ter und Fünf­te der EM un­term Dach oh­ne ge­sund­heit­li­che Rück­schlä­ge trai­nie­ren, was sich nun in der Wei­te be­merk­bar macht. „Ich bin me­ga-er­leich­tert“, gab Ho­ward zu, der das zu er­war­ten­de Ti­cket zur WM als „Ent­schä­di­gung“für sei­nen auf­grund ei­ner Ver­let­zung ver­hin­der­ten Olym­pia­start 2016 in Rio wer­te­te. Schon vor ei­nem Jahr hat­te sich Ho­ward die ge­for­der­te Wei­te zu­ge­traut, sein Leis­tungs­ver­mö­gen wies der Ma­the­ma­tikund Sport­stu­dent nun ein­drucks­voll nach.

Schon beim Mee­ting in Wein­heim war es noch wei­ter hin­aus­ge­gan­gen, al­ler­dings wa­ren die bes­ten Sprün­ge leicht über­ge­tre­ten. Mit dem Wis­sen, noch ei­ni­ges drauf­pa­cken zu kön­nen, und gro­ßem Selbst­be­wusst­sein war Ho­ward nach Oberteuringen im Bo­den­see­kreis ge­fah­ren. „Die WM-Norm war das Minimalziel, ins­ge­heim ha­be ich mir so­gar noch mehr er­hofft“, sag­te der in die­sem Jahr bis­lang ein­zi­ge deut­sche Acht­me­ter­sprin­ger, des­sen Trai­ner ihm „Po­ten­zi­al für jen­seits der 8,20 Me­ter“be­schei­nig­te. Ziel sei, die­se Reserven in den kom­men­den Wett­kämp­fen ab­zu­ru­fen, „um dann bei der WM in der La­ge zu sein, Rich­tung Fi­na­le zu sprin­gen. Mit so ei­nem Ni­veau hat man auch die Chan­ce, un­ter die bes­ten Acht der Welt zu kom­men“, rech­ne­te der er­folg­rei­che Trai­ner hoch. In zwei Wo­chen springt Ho­ward beim Top-Mee­ting in Bad Lan­gen­sal­za.

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