Ver­schwie­gen

Pforzheimer Kurier - - FERNSEHEN -

„Oh­ne Dich“(Das Ers­te, 23 Uhr): Drei Frau­en, drei Män­ner. Oder doch erst mal: drei Frau­en. Rosa (Kat­ja Rie­mann) tritt im Kran­ken­haus gleich mal ei­nen Blech­con­tai­ner. Das gibt Rät­sel auf, Lay­la (Me­ral Pe­rin) spricht in ei­ne Müll­ton­ne, in der ein Han­dy liegt, und die ver­dammt coo­le Mot­te (He­len Woigk) übt mit ih­rem Freund im nächt­li­chen Jahr­markt­ska­rus­sell den Koi­tus. Sie ver­gisst am En­de nicht zu fra­gen, ob das jetzt an­ders als mit XY war. „Oh­ne dich“der De­büt­film des mit preis­ge­kür­ten Kurz­fil­men er­prob­ten Deutsch-Por­tu­gie­sen Alex­and­re Po­welz, gibt vie­le Rät­sel auf. Die­se Ver­schwie­gen­heit macht ihn span­nend, bis ihn dann doch al­ler­lei Kli­schees be­schwe­ren. Im­mer wie­der lässt der Film, ein Epi­so­den­film, der ge­schickt meh­re­re Schick­sa­le mit­ein­an­der ver­bin­det, vie­les weg. Die Ver­bin­dung der in ei­nem Ei­sen­bahn­wag­gon le­ben­den Mot­te mit dem pun­ki­gen Neo (Arne Gott­schling) wird er­staun­lich frag­men­ta­risch er­zählt, und Char­ly Hüb­ner lässt als Ro­sas Mann Kat­ja Rie­mann viel Raum. Sei­ne Zu­rück­hal­tung gibt dem Me­lo­dram, in dem es im­mer wie­der um Ge­burt und Ster­ben geht, sei­nen fes­ten Bo­den. Doch ver­lässt der Film am En­de die At­mo­sphä­re des Un­aus­ge­spro­che­nen und die Schick­sa­le lie­gen all­zu deut­lich auf dem Tisch. tsch

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