Neu­er Wär­me­spei­cher

Pforzheimer Kurier - - WISSENSCHAFT -

Vie­le Pro­zes­se der In­dus­trie brau­chen Ener­gie in Form von Wär­me. Die­se Wär­me aus In­dus­trie­ab­wär­me oder Solar­ther­mie-Kraft­wer­ken nach­hal­tig zu spei­chern und zu „re­cy­celn“, wä­re ein wich­ti­ger Baustein der Ener­gie­wen­de. Ein neu­ar­ti­ges Kon­zept zur ther­mo­che­mi­schen Ener­gie­spei­che­rung ha­ben KIT-For­scher ent­wi­ckelt. Die or­ga­ni­sche Ver­bin­dung Me­thyl­cy­clo­he­xan (MCH) nimmt bei Tem­pe­ra­tu­ren zwi­schen 300 und 350 Grad Cel­si­us Wär­me auf, setzt im Bei­sein des Ka­ta­ly­sa­tors Pla­tin Was­ser­stoff frei und wird zu Toluol. Toluol und MCH las­sen sich in her­kömm­li­chen Flüs­sig­tanks la­gern. Zur Rück­ge­win­nung der ge­spei­cher­ten Wär­me wird der Was­ser­stoff wie­der mit Toluol bei et­wa 300 Grad Cel­si­us und 30 bar um­ge­setzt. Das Ver­fah­ren – von den For­schern Li­quid Or­ga­nic Re­ac­tion Cy­cle ge­nannt – kann ho­he Ener­gie­spei­cher­dich­ten von bis zu 0,6 Ki­lo­watt­stun­den pro Ki­lo­gramm Tuluol er­zie­len so­wie Wär­me über lan­ge Zeit spei­chern. „Be­son­ders ef­fi­zi­ent lie­ße sich der Pro­zess in mi­kro­struk­tu­rier­ten che­mi­schen Re­ak­to­ren um­set­zen, wel­che in sehr kom­pak­ter Form gro­ße Wär­me­strö­me und durch in­te­grier­te Mem­bra­nen ei­ne ein­fa­che Was­ser­stoff­abtren­nung er­mög­li­chen“, er­klärt KIT-For­scher Pe­ter Pfei­fer. BNN

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