Schmuck-Show am Wasch­platz

Im Sa­lon „Bar­bers“wird mit Jas­mi­na Jo­vy die drit­te Aus­stel­lung im Ju­bi­lä­ums­jahr er­öff­net

Pforzheimer Kurier - - KULTUR IN PFORZHEIM -

Wer sich in den nächs­ten drei Mo­na­ten im Fri­seur­sa­lon „Bar­bers“die Haa­re wa­schen lässt, kann nicht nur die­se Pro­ze­dur ge­nie­ßen, son­dern dar­über hin­aus auch noch in­ter­es­san­te Fotos mit auf­fal­len­den Schmuck­stü­cken be­trach­ten: Andre­as W. Klug und Ste­phan Hoch­stein ha­ben er­neut im Ju­bi­lä­ums­jahr der Gold­stadt ei­nen Gold­schatz ge­ho­ben, in­dem sie die Pforz­hei­mer Schmuck­de­si­gne­rin Jas­mi­na Jo­vy in ih­ren Sa­lon un­ter den Ar­ka­den des Me­lan­chthon­hau­ses ge­holt ha­ben. „un­til now!“zeigt nicht nur am Wasch­platz mo­di­sche Fo­to­gra­fi­en, de­ren Fo­kus auf Schmuck, Sty­ling und Haa­ren liegt.

Quer über den Schnei­de­plät­zen hän­gen Ar­bei­ten, die ei­gent­lich heim­lich ge­macht wur­den, wie Andre­as W. Klug in der Be­grü­ßungs­re­de zur Ver­nis­sa­ge am Pfingst­sams­tag sagt. Bei der Ein­wei­hung des Em­ma-Krea­tiv­zen­trums be­tei­lig­te sich Jas­mi­na Jo­vy mit ei­ner Mo­den­schau, Andre­as W. Klug „mach­te die Haa­re“und dann wur­den die Mo­dels eben noch für ein paar Fo­to­auf­nah­men mit his­to­ri­schem Hin­ter­grund des Ge­bäu­des „ge­schnappt“.

Ei­ne Wand im Auf­ent­halts­be­reich ist mit wei­te­ren Fo­to­gra­fi­en aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren be­stückt. Was das mit Haa­ren und dem Sa­lon zu tun hat? Ei­ne gan­ze Men­ge: Wie Andre­as W. Klug zu Recht be­merkt, ist der Be­zug von Jas­mi­na Jo­vy zu Haa­ren in ih­rem Mar­ke­ting zu su­chen. Denn die kre­ierten Fri­su­ren kor­re­spon­die­ren auch im­mer mit den Schmuck­stü­cken der Trä­ge­rin­nen. Quer übers Ge­sicht ge­leg­te Sträh­nen – die­se Li­ni­en fin­den sich auch in der Hals­ket­te. Und die Vi­tri­nen sind eben­falls mit Schmuck­stü­cken be­legt, die „haa­rig“an­ge­ord­net wur­den und in ih­rer Darstel­lung an Lo­cken oder Sträh­nen er­in­nern.

Jas­mi­na Jo­vy ist da­für be­kannt, dass sie tra­di­tio­nel­le For­men in mo­der­nem Kleid ih­rer Schmuck­kol­lek­tio­nen wei­ter­le­ben lässt. Gra­fisch stren­ge Glie­der ver­bin­den sich oft mit fei­nen, weib­li­chen Ele­men­ten, ver­spielt „Ge­strick­tes“kon­tras­tiert mit har­ten, kla­ren Ge­gen­sät­zen. Gern plat­tiert sie Ster­ling­sil­ber mit Rho­di­um oder Gold. Be­kannt ist die in­ter­na­tio­nal agie­ren­de De­si­gne­rin auch durch ih­re Auf­trit­te ge­wor­den wie et­wa bei der Gold­stadt-Ga­la im Mai. Mit ei­nem De­sign­team – dar­un­ter auch die Mo­de­de­si­gne­rin Mo­ni­ka Mar­kert – tüf­tel­te sie laut Andre­as W. Klug über ein Jahr in ei­nem 17-köp­fi­gen Team für die auf­wen­di­ge Show. Jas­mi­na Jo­vy hat erst Gra­fik und De­sign in Hen­nef stu­diert, dann ei­ne Schmuck­de­sign-Aus­bil­dung am Pforz­hei­mer Be­rufs­kol­leg ge­macht und ein Stu­di­um an der Hoch­schu­le an­ge­hängt. Wäh­rend des Stu­di­ums grün­de­te sie ihr La­bel „Jas­mi­na Jo­vy Je­wel­le­ry“und ge­wann 2012 den „An­der­sART Schmuck­de­sign Award“. Ihr Ate­lier hat sie im Em­ma-Krea­tiv­zen­trum, wo ih­re Kol­lek­tio­nen al­le von Hand ge­fer­tigt wer­den.

Bei Bar­bers ist dies der drit­te „Streich“zur 250-Jahr­fei­er der Uh­ren­und Schmuck­in­dus­trie – ein vier­ter wird am 23. Sep­tem­ber fol­gen, dann ist Oli­ver Schmidt an der Rei­he. Susanne Roth

FO­TO­GRA­FI­EN TREF­FEN AUF „haa­rig“an­ge­ord­ne­te Schmuck­stü­cke in der Aus­stel­lung mit Wer­ken von De­si­gne­rin Jas­mi­na Jo­vy beim Fri­seur Bar­bers. Fo­to: Wa­cker

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