Mur­ray lässt nicht lan­ge bit­ten

Der Mu­si­cal­sän­ger bringt das al­te E-Werk in Eu­tin­gen zum Be­ben

Pforzheimer Kurier - - KULTUR IN PFORZHEIM -

Zur fünf­ten Aus­ga­be der Kon­zert­rei­he „Mu­si­cal & mehr“hat­te am Sams­tag­abend der Ver­ein Eu­tin­gen lebt (Eu­le) ge­la­den. Im al­ten E-Werk er­war­te­te die rund 120 Gäs­te ein Kon­zert mit Chris Mur­ray. Der Mu­si­caldar­stel­ler und Opern­sän­ger, der seit 2012 am Stadt­thea­ter Pforz­heim en­ga­giert ist, wur­de am Kla­vier von To­bi­as Lep­pert be­glei­tet. „Ich ha­be Herrn Mur­ray spon­tan nach ei­ner Ver­an­stal­tung an­ge­spro­chen und ge­fragt, ob er Lust hät­te für uns zu sin­gen“, sag­te der Eu­le-Vor­sit­zen­de Oli­ver Jä­ger bei sei­ner Be­grü­ßung. Der Star aus „Dra­cu­la“und „Shy­lock!“ha­be sich nicht lan­ge bit­ten las­sen.

Mit­ge­bracht hat­te er ei­ne Mi­schung aus alt­be­kann­ten und brand­neu­en Ti­teln: Welter­fol­ge wie „Die Mu­sik der Nacht“aus Phan­tom der Oper oder „Sum­mer­ti­me“aus Por­gy & Bess ge­hör­ten ge­nau so da­zu, wie spe­zi­ell für Mur­rays kräf­ti­gen Te­nor ge­schrie­be­ne Songs aus Ei­gen­pro­duk­tio­nen ver­schie­de­ner Büh­nen. Da es kein Pro­gramm­heft gab, war je­des Lied ei­ne Über­ra­schung. Zwi­schen den Ti­teln mo­de­rier­te Mur­ray hu­mor­voll und spick­te je­de Aus­wahl mit ei­ner pas­sen­den An­ek­do­te aus sei­ner 20-jäh­ri­gen Kar­rie­re im Mu­si­cal-Bu­si­ness. Auch au­ßer­halb des mu­si­ka­li­schen Teils, traf er da­mit je­den Ton.

„Als ich für Dra­cu­la en­ga­giert wur­de, hat­te ich noch nie et­was von Pforz­heim ge­hört“, so Mur­ray. „Nun ha­be ich die Stadt, das Thea­ter und vor al­lem die un­glaub­lich tol­len, warm­her­zi­gen Men­schen ins Herz ge­schlos­sen und freue mich im­mer wie­der sehr dar­auf hier zu spie­len.“Sei­ne Aus­wahl für den Abend ha­be er un­ter das Mot­to „Träu­me, Wün­sche und Hoff­nung“ge­stellt. Er wol­le da­mit auch für mehr To­le­ranz und Mit­ein­an­der wer­ben, so der Künst­ler.

Ob „Ster­nen­staub“aus dem bio­gra­fi­schen Mu­si­cal um No­bel­preis­trä­ger Al­bert Ein­stein oder „Som­mer“aus Dis­neys In­stant-Klas­si­ker „Die Eis­kö­ni­gin“, Mur­rays Stim­me füll­te den Raum. Mit feins­ten Mo­du­la­tio­nen und schmet­tern­den For­tis­si­mi be­geis­ter­te er die Zu­hö­rer. Mit „Drau­ßen“aus „Der Glöckner von Not­re Da­me“, „Ster­ne“aus „Les Mi­sera­bles“oder „Die un­still­ba­re Gier“aus „Tanz der Vam­pi­re“sang er sich in in die Her­zen des Pu­bli­kums. Auch aus „Shy­lock!“, „Dra­cu­la“, „Ca­s­a­no­va“und der Ro­ck­in­sze­nie­rung der Ni­be­lun­gen „The Ring“brach­te Mur­ray Ti­tel mit.

Lep­pert, Di­ri­gent der Ba­di­schen Phil­har­mo­nie Pforz­heim und zwei­ter Ka­pell­meis­ter des Stadt­thea­ters, hat­te ei­ne Aus­wahl an Film­mu­sik mit­ge­bracht, die er am Kla­vier vor­trug. Mit dem Fi­na­le aus „Ju­ras­sic Park“und „Across The Stars“aus „Star Wars Epi­so­de II: An­griff der Klon­krie­ger“wür­dig­te er sei­nen Lieb­lings­kom­po­nis­ten John Wil­li­ams. Au­ßer­dem spiel­te er das Ti­tel­the­ma des Ke­vin-Cost­ner-Klas­si­kers „Ro­bin Hood – Kö­nig der Die­be“von Micha­el Ka­men. Phil­ipp Rohn

To­bi­as Lep­pert hul­digt John Wil­li­ams

Fo­to: Wa­cker

CHRIS MUR­RAY sang im E-Werk, be­glei­tet von To­bi­as Lep­pert, alt­be­kann­te und brand­neue Ti­tel.

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