Das End­spiel als Ge­schenk

An ih­rem 20. Ge­burts­tag er­reicht Osta­pen­ko den Show­down mit Halep

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Pa­ris (dpa). Nach ih­rem Fi­nal­ein­zug bei den French Open freu­te sich Je­le­na Osta­pen­ko auf ei­ne klei­ne Ge­burts­tags­par­ty. „Heu­te Abend wer­de ich ein biss­chen Spaß mit mei­ner Fa­mi­lie und ein paar Freun­den ha­ben, und mor­gen be­rei­te ich mich dann auf das End­spiel vor“, sag­te die Let­tin nach ih­rem Halb­fi­nal­sieg ge­gen die Schwei­ze­rin Ti­mea Bacs­in­sz­ky. Durch das 7:6 (7:4), 3:6, 6:3 er­reich­te Osta­pen­ko an ih­rem 20. Ge­burts­tag zum ers­ten Mal in ih­rer Ten­nisKar­rie­re das Fi­na­le bei ei­nem Gran­dSlam-Tur­nier, in dem sie mor­gen (15 Uhr/Eu­ro­sport) auf Si­mo­na Halep tref­fen wird. Die Ru­mä­nin hat­te die Tsche­chin

Grö­ne­feld ver­passt mit Fa­rah den Mi­xed-Ti­tel

Ka­ro­li­na Plis­ko­va mit 6:4, 3:6, 6:3 be­zwun­gen und zum zwei­ten Mal nach 2014 in Pa­ris das Fi­na­le er­reicht. Mit ei­nem Tri­umph in Ro­land Gar­ros wür­de Halep die Kie­le­rin An­ge­li­que Ker­ber als Num­mer eins der Ten­nis-Welt ab­lö­sen. Halep glück­te ge­gen die auf­schlag­star­ke Plis­ko­va früh ein Break zur 2:1-Füh­rung. Nach 44 Mi­nu­ten nutz­te sie ih­ren drit­ten Satz­ball. Da­nach wur­de Plis­ko­va kon­stan­ter und schaff­te den Satz­aus­gleich. Die Vor­ent­schei­dung im drit­ten Durch­gang fiel, als Halep nach ei­nem Break mit 5:3 in Füh­rung ging.

Schon am Nach­mit­tag be­ju­bel­te das Pu­bli­kum die Über­ra­schungs­frau Je­le­na Osta­pen­ko. Als die Zu­schau­er am Court Phil­ip­pe Cha­trier vor dem In­ter­view mit der frü­he­ren Wim­ble­don­sie­ge­rin Ma­ri­on Bar­to­li für sie ein Ge­burts­tags­ständ­chen an­stimm­ten, war die Let­tin den Trä­nen na­he. Bacs­in­sz­ky, die ges­tern eben­falls Ge­burts­tag fei­er­te und 28 Jah­re alt wur­de, hat­te den Platz da be­reits ent­täuscht ver­las­sen. Al­ler­dings war sie mit ih­rer Leis­tung zu­frie­den. „Ich den­ke, es gibt nicht viel, wor­über ich frus­triert sein kann. Le­dig­lich im ers­ten Satz ha­be ich ei­ni­ge Chan­cen nicht ge­nutzt, an­sons­ten aber bis zum En­de al­les ge­ge­ben“, sag­te die Schwei­ze­rin. Osta­pen­ko, die nach 2:25 St­un­den ih­ren zwei­ten Match­ball ge­nutzt hat­te, ist die jüngs­te End­spielTeil­neh­me­rin bei ei­nem der vier Gran­dSlam-Tur­nie­re seit Ca­ro­li­ne Woz­ni­a­cki, die 2009 im End­spiel der US Open erst 19 Jah­re alt war, als sie ge­gen Kim Cli­js­ters ver­lor. Osta­pen­ko zeig­te im bis­lang größ­ten Match ih­rer Kar­rie­re von Be­ginn an kei­ne Ner­ven. Zwar kas­sier­te die Let­tin ein frü­hes Break, di­rekt da­nach nahm sie aber ih­rer­seits Bacs­in­sz­ky das Ser­vice ab. Vor al­lem mit ih­rer druck­vol­len Rück­hand brach­te sie die Schwei­ze­rin im­mer wie­der in Be­dräng­nis.

Der­weil hat die Nord­hor­ne­rin An­na­Le­na Grö­ne­feld im Mi­xed-Wett­be­werb der French Open den Ti­tel nur knapp ver­passt. Die 32-Jäh­ri­ge ver­lor an der Sei­te ih­res ko­lum­bia­ni­schen Part­ners Ro­bert Fa­rah ge­gen die Ka­na­die­rin Ga­b­rie­la Da­b­row­ski und den In­der Ro­han Bo­p­an­na das Fi­na­le trotz ei­nes star­ken Be­ginns mit 6:2, 2:6, 10:12.

Da­bei hat­ten die frü­he­re Rüppur­rer Bun­des­li­ga­spie­le­rin Grö­ne­feld und Fa­rah im Match-Tie­break so­gar zwei Match­bäl­le noch ver­ge­ben, ehe ein Dop­pel­feh­ler von Grö­ne­feld die Nie­der­la­ge nach 67 Mi­nu­ten be­sie­gel­te.

GE­BURTS­TAGS­KIN­DER UN­TER SICH: Nach dem Match­ball gra­tu­liert Ti­mea Bacs­in­sz­ky der acht Jah­re jün­ge­ren Je­le­na Osta­pen­ko (hin­ten) zum Fi­nal­ein­zug. Fo­to: AFP

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.