Fi­na­le mit Bei­ge­schmack

Neu­en­bürg und SC Pforz­heim wol­len Auf­stieg

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Pforz­heim. Heu­te fällt im Fuß­ball­kreis Pforz­heim die letz­te Ent­schei­dung für die­se Sai­son. Der FV Neu­en­bürg spielt im ers­ten Jahr nach sei­ner Rück­kehr in den Spiel­be­trieb ge­gen den SC Pforz­heim um den Auf­stieg in die B-Klas­se. Be­glei­tet wird die sport­li­che Aus­ein­an­der­set­zung von Kri­tik am Mo­dus die­ser Auf­stiegs­run­de.

Denn Neu­en­bürg hat heu­te (18.30 Uhr) auf dem Ra­sen des TSV Grun­bach, wo die Par­tie aus­ge­tra­gen wird, ei­nen Vor­teil. Der FVN konn­te ent­spannt zu­se­hen, wie sich der jet­zi­ge Geg­ner SC Pforz­heim erst mal ge­gen die PSG Pforz­heim durch­set­zen muss­te – in auf­rei­ben­den 102 Mi­nu­ten in­klu­si­ve Last-Mi­nu­te-Tor.

Der Mo­dus sieht vor, dass die Meis­ter der drei C-Klas­sen di­rekt auf­stei­gen. Ei­nen vier­ten Platz für die B-Klas­se spie­len die drei Vi­ze­meis­ter aus. Bis vor ei­ni­gen Jah­ren ge­schah das im Mo­dus je­der ge­gen je­den. Nun gibt es nur noch zwei Spie­le. Ein Team ist per Frei­los für das letz­te Spiel ge­setzt, die an­de­ren bei­den müs­sen Vor­ar­beit leis­ten. Für Mas­si­mo Sca­ra­fi­lo, Trai­ner des dies­mal pro­fi­tie­ren­den FV Neu­en­bürg, kein Pro­blem: „Man muss es so hin­neh­men, wie es der Ver­band ent­schei­det. Ich wür­de es so bei­be­hal­ten“, sagt er.

An­ders sieht man das beim Fi­nal­geg­ner SC Pforz­heim. Des­sen Trai­ner Tay­lan Öztürk be­tont auf Ku­ri­er-Nach­fra­ge: „Sinn­vol­ler ist es, wenn man je­der ge­gen je­den spielt. Das ist ge­rech­ter. Man ar­bei­tet ein Jahr mit viel Herz­blut dar­auf hin, und dann ver­liert man es mit ei­nem Spiel. Das ist auch scha­de für die PSG Pforz­heim.“PSG-Trai­ner Jer­ry Je­schek klingt ähn­lich: „Den Mo­dus fin­de ich, fin­den wir als Ver­ein, sehr un­glück­lich. Wenn man schon die­se Aus­schei­dung mit drei Teams spielt, dann soll­ten sich al­le mit­ein­an­der mes­sen. Das wä­re fai­rer. Wer das Frei­los hat, der hat schon 50 Pro­zent ge­schafft, oh­ne et­was da­für zu tun.“

Beim Fuß­ball­kreis ver­schließt sich der für die C-Klas­sen 1 und 3 zu­stän­di­ge Jür­gen Gut­bub der Kri­tik kei­nes­falls. „Los­ver­fah­ren ist im­mer schlecht. Man kann das The­ma auf dem Kreis­tag durch­aus noch­mal auf­grei­fen, wenn je­mand den An­trag stellt.“Er ver­weist al­ler­dings auch dar­auf, dass die Zu­stim­mung für den jet­zi­gen Mo­dus einst ei­ne Mehr­heit auch un­ter den Ver­ei­nen ge­fun­den hat­te. Für den Kreis­vor­stand sei es in der or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ar­beit zu­dem bes­ser, nicht noch ein wei­te­res, spä­te­res Spiel zu ha­ben. Schließ­lich en­de am 15. Ju­ni die Mel­de­frist für die neue Run­de.

Heu­te steht nun oh­ne­hin der Sport im Vor­der­grund. Sca­ra­fi­lo rech­net sich mit Neu­en­bürg gu­te Chan­cen auf den Auf­stieg aus. Der SCP um den schei­den­den lang­jäh­ri­gen Spie­ler Enel Paul sieht sich eben­falls gut ge­wapp­net für das fi­na­le Du­ell. Re­né Ron­ge

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