Do­ping­la­bor aus­ge­ho­ben

Drei der fünf Ver­däch­ti­gen in Un­ter­su­chungs­haft

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Karlsruhe (lsw/kam). Zoll­fahn­der ha­ben im Raum Karlsruhe ein Do­ping­la­bor aus­ge­ho­ben. Nach der Ak­ti­on im Auf­trag der Staats­an­walt­schaft Frei­burg, die schwer­punkt­mä­ßig für Do­ping­s­traf­sa­chen zu­stän­dig ist, ka­men drei von fünf Ver­däch­ti­gen in Un­ter­su­chungs­haft.

Wie das Zoll­fahn­dungs­amt in Stutt­gart ges­tern mit­teil­te, hat­ten Be­am­te in meh­re­ren Woh­nun­gen im Mai ins­ge­samt zehn Ki­lo­gramm un­ter­schied­li­cher Stof­fe zur Her­stel­lung von Do­ping-, Po­ten­zund ge­fälsch­ten Arz­nei­mit­teln so­wie ver­brauchs­fer­ti­ge Ana­bo­li­ka ge­fun­den. Es ist dem­nach die größ­te Si­cher­stel­lung seit Be­ste­hen der Schwer­punkt­staats­an­walt­schaft.

Die Che­mi­ka­li­en sei­en in Chi­na be­stellt wor­den und per Post in Tarn­la­dun­gen nach Deutsch­land ge­kom­men. Der Ak­ti­on sei­en mehr­mo­na­ti­ge Er­mitt­lun­gen der ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Zoll­fahn­der im Auf­trag der Staats­an­walt­schaft Frei­burg vor­aus­ge­gan­gen. Sie ist Schwer­punkt­staats­an­walt­schaft für Do­ping­s­traf­sa­chen. Nä­he­re An­ga­ben zum kon­kre­ten Ort mach­ten die Zoll­fahn­der auf BNN-An­fra­ge nicht. Das so­ge­nann­te Un­ter­grund­la­bor sei aber „recht pro­fes­sio­nell und äu­ßerst sorg­fäl­tig zu­sam­men­ge­stellt“vor­ge­fun­den wor­den.

Seit dem 18. De­zem­ber 2015 ist das Ge­setz ge­gen Do­ping im Sport (An­tiDo­ping-Ge­setz – An­tiDopG) in Kraft ge­tre­ten. Da­vor wur­de für De­lik­te aus dem Do­ping­be­reich das Arz­nei­mit­tel­ge­setz (AMG) an­ge­wandt. Im Ge­setz ge­gen Do­ping im Sport wur­den bei­spiels­wei­se neue Tat­be­stän­de so­wie hö­he­re Straf­an­dro­hun­gen nor­miert.

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