A-Klas­se zum An­fas­sen

BNN-Ge­win­ner er­kun­den das Daim­ler-Werk in Ras­tatt

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ni­na Setz­ler

Ras­tatt. Beim Ein­füh­rungs­film sit­zen schon man­che Ge­win­ner mit Schutz­bril­le und Kopf­hö­rer im Ki­no­saal. „Sie brau­chen die Aus­rüs­tung erst in der Pro­duk­ti­ons­hal­le“, er­klärt Ma­ri­on Krieg, die 20 Teil­neh­mer durch das Daim­ler-Werk Ras­tatt führt. Zum 25. Ge­burts­tag der Ras­tat­ter Nie­der­las­sung hat­ten die BNN ei­ne Exklusiv-Füh­rung ver­lost. Auf der Bus­fahrt zum Ka­ros­se­rie­bau zeigt die gut in­for­mier­te Daim­ler-An­ge­stell­te auf fer­ti­ge Wa­gen, die täg­lich dar­auf war­ten, von über 200 Kun­den ab­ge­holt zu wer­den, auf Ver­bin­dungs­schleu­sen, in de­nen die Ka­ros­se­ri­en von ei­ner Hal­le zur nächs­ten trans­por­tiert wer­den, oder auf den brand­neu­en Par­cours, der ex­tra fürs Ju­bi­lä­um ge­baut wur­de. „Hier kön­nen Sie ab­seits der Stra­ße tes­ten, was der GLA drauf hat“, sagt Ma­ri­on Krieg. Ras­tatt ist das Le­ad-Werk für die Kom­pakt­klas­se von Daim­ler, ne­ben dem GLA wer­den hier A- und B-Klas­se ge­baut.

Im Fa­b­rik­ge­bäu­de „Roh­bau“kom­men die durch­sich­ti­gen Bril­len zum Ein­satz, denn hier wird ge­schweißt, bis die Fun­ken flie­gen. Wo­hin man blickt, wir­beln Ro­bo­ter­ar­me hin und her, 1 400 Stück an der Zahl, je­der fast im Wert ei­ner hal­ben Mil­li­on Eu­ro. Ei­ner mon­tiert ei­ne Tür, der nächs­te ein Schie­be­dach … Pe­ter Brandt aus Lich­ten­au ist fas­zi­niert: „In mei­ner Fir­ma ar­bei­ten auch Ro­bo­ter, al­ler­dings viel we­ni­ger als hier. Ich woll­te un­be­dingt mal so ei­ne Fer­ti­gungs­li­nie se­hen, da­hin­ter steckt wirk­lich gro­ße In­ge­nieurs­kunst.“Die ist al­ler­dings ziem­lich laut und je­der ist froh, Ma­ri­on Kriegs Er­läu­te­run­gen via Kopf­hö­rer zu lau­schen. „Je­de Ka­ros­se­rie wird nach Auf­trag ge­fer­tigt, ein Be­stell­zet­tel lis­tet die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten auf, die über di­ver­se Ka­nä­le nach und nach da­zu kom­men – das Wich­tigs­te ist, dass die Rei­hen­fol­ge ein­ge­hal­ten wird!“Ein Mann möch­te wis­sen, wie man ei­nen Ro­bo­ter-Arm stop­pen kann, oh­ne den gan­zen Pro­duk­ti­ons­ab­lauf zu stö­ren. „Dann wer­den Tei­le ge­zielt auf Vor­rat ge­puf­fert, so kann man auch mal ei­ne ein­zel­ne Stel­le zur War­tung ab­schal­ten“, sagt Ma­ri­on Krieg. Auch De­tail­fra­gen zu Kleb­stof­fen, Werks­lo­gis­tik, La­ckie­rung und vie­les mehr in­ter­es­sie­ren die BNNGe­win­ner. Die Farb­ge­bung darf nicht be­sich­tigt wer­den, da sie ab­so­lut staub­frei blei­ben muss. Aber zwi­schen Cock­pit­mon­ta­ge und der so­ge­nann­ten „Hoch­zeit“von An­trieb und Ka­ros­se­rie gibt es ei­ne A-Klas­se zum An­fas­sen, an der al­le Funk­tio­nen haut­nah er­kun­det wer­den kön­nen. „Ich fin­de das al­les sehr be­ein­dru­ckend hier!“, sagt El­frie­de Leh­mann aus Det­ten­heim, die selbst kei­nen Mer­ce­des fährt. Ihr Mann Her­bert schwärmt: „Das ist toll, die Au­tos mal in der Fer­ti­gung zu er­le­ben – man sieht sie ja sonst nur auf der Stra­ße.“

AUF MA­TE­RI­AL-FÜHLUNG konn­ten die Teil­neh­mer der BNN-Exklusiv-Füh­rung bei Daim­ler in Ras­tatt ge­hen. Das Werk fei­ert in die­sem Jahr sei­nen 25. Ge­burts­tag. Fo­to: Setz­ler

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