E-Mail bleibt die Num­mer eins

Stu­die zu Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten im In­ter­net

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Ekart Kin­kel

Karlsruhe. Trotz der ste­tig stei­gen­den Kon­kur­renz durch so­zia­le Netz­wer­ke wie Face­book und Mit­tei­lungs­diens­te wie Whats­App ist die E-Mail wei­ter das am meis­ten ge­nutz­te di­gi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel in Deutsch­land. Das er­gab ei­ne re­prä­sen­ta­ti­ve Stu­die der Con­vi­os Con­sul­ting Gm­bH im Auf­trag der bei­den füh­ren­den deut­schen E-Mail-An­bie­ter GMX und Web.de. „Ein wich­ti­ger Trei­ber für die E-Mail ist da­bei si­cher­lich der an­hal­ten­de Trend zur Di­gi­ta­li­sie­rung der Ge­schäfts­kom­mu­ni­ka­ti­on“, sagt Jan Oet­jen, Ge­schäfts­füh­rer der für GMX und Web.de zu­stän­di­gen Uni­ted In­ter­net Me­dia. Laut den ak­tu­el­len Um­fra­ge­er­geb­nis­sen ist die E-Mail näm­lich vor al­lem beim di­gi­ta­len Aus­tausch mit Ge­schäfts­part­nern und Äm­tern das mit wei­tem Ab­stand be­lieb­tes­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel.

Ein En­de des Trends ist nach Oet­jens Ein­schät­zung noch lan­ge nicht ab­zu­se­hen. Noch in die­sem Jahr rech­net er mit ei­nem Plus von 17 Pro­zent. „Vie­le Ge­schäfts­pro­zes­se ste­hen erst am An­fang der Di­gi­ta­li­sie­rung“, be­tont er. Und auch beim In­ter­net-Han­del wür­den die Kun­den in den meis­ten Fäl­len be­reits durch ei­ne E-Mail über den ak­tu­el­len Stand des Ein­kaufs und neue An­ge­bo­te in­for­miert. „Das E-Mail-Post­fach bleibt die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­tra­le im Netz“, lau­tet Oet­jens Fa­zit. In Deutsch­land setz­ten die meis­ten Nut­zer da­bei auf hei­mi­sche An­bie­ter. GMX und Web.de, die bei­den Karls­ru­her Por­ta­le, ha­ben mit über 30 Mil­lio­nen ak­ti­ver Mail-Nut­zer ei­nen Markt­an­teil von über 50 Pro­zent. Auf Rang drei die­ser Ta­bel­le folgt mit T-On­line (13,1 Pro­zent) ein wei­te­res deut­sches Un­ter­neh­men. Ein Grund für die Be­liebt­heit der deut­schen E-Mail-An­bie­ter ist laut der Stu­die die Sor­ge der Kun­den vor Da­ten­miss­brauch bei aus­län­di­schen Di­enst­leis­tern. „Die Be­den­ken, per­sön­li­che Da­ten bei US-An­bie­tern zu spei­chern, sind seit Jah­ren auf ei­nem ho­hen Ni­veau. Durch die Wahl von Do­nald Trump hat sich die­se Si­tua­ti­on wei­ter ver­schärft“, so Oet­jen. 72,5 Pro­zent der Be­frag­ten äu­ßer­ten ih­re Be­den­ken ge­gen­über US-ame­ri­ka­ni­schen Un­ter­neh­men in Sa­chen Da­ten­schutz, das ist der zweit­höchs­te Wert bei der jähr­lich durch­ge­führ­ten Stu­die seit den Ent­hül­lun­gen des Whist­leb­lo­wers Ed­ward Snow­den im Jahr 2013. Und auch vier Jah­re spä­ter sind noch über 60 Pro­zent der E-Mail-Nut­zer da­von über­zeugt, dass ih­re E-Mails von Ha­ckern oder Ge­heim­diens­ten ge­le­sen wer­den.

Mit si­che­ren Ver­schlüs­se­lungs­tech­ni­ken wol­len GMX und Web.de des­halb künf­tig ver­stärkt um wech­sel­wil­li­ge Kun­den wer­ben. Und auch dem Kampf ge­gen Spam und Phis­hing hat das Sys­tem­haus mit der Nie­der­las­sung in Karlsruhe den Kampf an­ge­sagt. „Das ist ein re­gel­rech­tes di­gi­ta­les Wett­rüs­ten“, sagt Oet­jen, „und nach Mög­lich­keit müs­sen wir den On­line-Kri­mi­nel­len da­bei im­mer ei­nen Schritt vor­aus sein.“

GMX und Web.de se­hen kla­ren Trend

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