Klang der „El­phi“

Pforzheimer Kurier - - KULTUR -

„Elb­phil­har­mo­nie Ham­burg – The first Re­cor­ding“prangt wer­be­wirk­sam auf dem Co­ver die­ser Ein­spie­lung der 3. und 4. Sin­fo­nie von Jo­han­nes Brahms durch Tho­mas Hen­gel­b­rock und sei­nem zur NDR Elb­phil­har­mo­nie Orches­ter um­ge­tauf­ten Rund­funk­or­ches­ter. Vor der of­fi­zi­el­len Er­öff­nung nahm der Al­te-Mu­sik-Spe­zia­list Hen­gel­b­rock die Wer­ke auf, wo­bei die Klang der Auf­nah­me si­cher mehr über die Qua­li­tät der Ton­tech­nik als der nicht un­um­strit­ten Akus­tik des neu­en Saa­les aus­sagt. Trans­pa­rent, aber nicht zu ana­ly­tisch wirkt die­se zu­min­dest auf CD an­spre­chend. Hen­gel­b­rock mei­det ex­tre­me, man könn­te auch sa­gen, er mei­det ei­ne in­di­vi­du­el­le In­ter­pre­ta­ti­ons­hal­tung, lässt sei­ne Strei­cher vi­bra­to­arm spie­len, setzt auf flüs­si­ge Tem­pi. Pa­thos und die gro­ße Klang­ges­te wer­den ge­scheut, das Orches­ter spielt auf ho­hem Ni­veau. Dass Hen­gel­b­rock vier von Brahms vor der Druck­le­gung ge­stri­che­ne Ein­lei­tungs­tak­te zur e-Moll-Sin­fo­nie spie­len lässt, ist das ein­zig wirk­li­che Über­ra­schen­de an die­ser zu­frie­den­stel­len­den, aber nicht über­wäl­ti­gen Auf­nah­me. sws

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.