Stadt­ge­spräch

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

Da es die­se Er­kennt­nis nun gibt, muss man dar­über re­den und Ent­schei­dun­gen tref­fen. Es muss al­ler­dings je­dem be­wusst sein, dass das Staats­thea­ter drin­gend sa­nie­rungs­be­dürf­tig ist. Der man­geln­de Brand­schutz ist da­bei nur ei­ne Fa­cet­te von vie­len Un­mög­lich­kei­ten. Es sei aber da­ran er­in­nert, dass dies im be­nach­bar­ten Hei­del­berg schon ein­mal aus­ge­reicht hat, das dor­ti­ge Thea­ter zu schlie­ßen. Auch bei Blick auf die sons­ti­ge In­ves­ti­ti­ons­lis­te steht au­ßer Fra­ge, dass das Staats­thea­ter ein her­aus­ra­gen­der Leucht­turm für Karlsruhe ist. Man soll­te sich al­so nicht in vor­aus­ei­len­der Be­schei­den­heit üben. Ein Blick nach Stutt­gart auf die De­bat­te um die not­wen­di­ge Sa­nie­rung des Opern­hau­ses macht klar, um wel­che Be­trä­ge es dort geht. Zwar hat das his­to­ri­sche und in den Di­men­sio­nen rie­si­ge Ge­bäu­de der würt­tem­ber­gi­schen Staats­oper an­de­re Zwän­ge als der 70er-Jah­re-Bau von Hel­mut Bätz­ner, doch in Stutt­gart geht es um über 400 Mil­lio­nen Eu­ro Sa­nie­rungs­kos­ten, ja es wird so­gar über ei­nen Er­satz­bau wäh­rend der Sa­nie­rung de­bat­tiert. Man hat nicht da­von ge­hört, dass we­gen die­ser Sum­me in Stutt­gart je­mand ent­setzt wä­re. Da das Land auch in Karlsruhe die Hälf­te der Sa­nie­rung und Er­wei­te­rung zahlt, soll­te kein gro­ßes Miss­ver­hält­nis zwi­schen die­sen bei­den Pro­jek­ten ent­ste­hen. Spen­dier­ho­sen in Stutt­gart, Spar­kurs in Karlsruhe – das geht nicht. Theo Wes­ter­mann

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