Po­li­zei fasst Pro­sti­tu­ier­ten-Mör­der

Er­mitt­ler ge­ben aus er­mitt­lungs­tak­ti­schen Grün­den kei­ne wei­te­ren De­tails preis

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Nürnberg (dpa). Der mut­maß­li­che Mör­der von zwei Pro­sti­tu­ier­ten in Nürnberg ist ge­fasst. Ge­gen den drin­gend Tat­ver­däch­ti­gen er­ging Haft­be­fehl, wie ein Po­li­zei­spre­cher mit­teil­te. Aus er­mitt­lungs­tak­ti­schen Grün­den woll­te die Po­li­zei zu­nächst kei­ne wei­te­ren De­tails mit­tei­len. Der Fest­nah­me sei­en um­fang­rei­che Er­mitt­lun­gen der 30-köp­fi­gen Son­der­kom­mis­si­on „Him­mel“vor­aus­ge­gan­gen, hieß es. Erst heu­te wol­len die Er­mitt­ler auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz in Nürnberg Nä­he­res be­kannt­ge­ben.

Am 24. Mai war ei­ne 22-jäh­ri­ge ru­mä­ni­sche Pro­sti­tu­ier­te er­mor­det wor­den. Ret­tungs­kräf­te hat­ten die Frau nachts in ei­ner bren­nen­den Woh­nung im sechs­ten Stock ei­nes Nürn­ber­ger Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses ge­fun­den. Am Pfingst­mon­tag wur­de dann wie­der ei­ne Pro­sti­tu­ier­te, ei­ne 44 Jah­re al­te Chi­ne­sin, um­ge­bracht. Die Po­li­zei ging von An­fang an da­von aus, dass bei­de Ta­ten zu­sam­men­hän­gen. Dies leg­ten die Ob­duk­ti­ons­er­geb­nis­se und die „Auf­fin­de­si­tua­tio­nen an den Tat­or­ten“na­he, hat­te es ge­hei­ßen. To­des­ur­sa­che sei in bei­den Fäl­len „Ge­walt ge­gen den Hals“ge­we­sen.

Die bei­den er­mor­de­ten Frau­en wa­ren erst seit kur­zem in Nürnberg, und bei­de Ta­ten er­eig­ne­ten sich in so­ge­nann­ten Mo­dell­woh­nun­gen. Die­se Ein­zim­merApart­ments in Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern wer­den von den Pro­sti­tu­ier­ten meist nur für ei­ne bis drei Wo­chen an­ge­mie­tet. Denn vie­le der Frau­en hal­ten sich nur kurz in ei­ner Stadt auf. Sie rei­sen eu­ro­pa­weit her­um.

Durch­schnitt­lich hal­ten sich nach Po­li­zei­an­ga­ben in Nürnberg et­wa 600 Pro­sti­tu­ier­te auf – im ge­sam­ten Jahr bis zu 1 300. Die Er­mitt­ler hat­ten am ver­gan­ge­nen Frei­tag in den Bor­del­len im Raum Nürnberg Fahn­dungs­auf­ru­fe in fünf ver­schie­de­nen Spra­chen ver­teilt. In die Su­che nach dem Tä­ter war auch das Baye­ri­sche Lan­des­kri­mi­nal­amt mit sei­nen Pro­fi­lern ein­ge­bun­den.

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