Mit Le­cker­lis und Gum­mi­ball

Schä­fer­hun­de­ver­ein fei­ert „Tag des Hun­des“

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ina Zan­tow

Spiel, Sport, Spaß und Span­nung hieß es am Sams­tag im Ver­ein für Deut­sche Schä­fer­hun­de, Orts­grup­pe Pforz­heimSe­dan, der zum „Tag des Hun­des“ein­ge­la­den hat­te. An der Ver­eins­an­la­ge an der Äu­ße­ren Diet­lin­ger Stra­ße gab es ver­schie­dens­te Vor­füh­run­gen, die be­leuch­te­ten, was der bes­te Freund des Men­schen al­les kann.

Vor­sit­zen­der Klaus Daub­ner mo­de­rier­te zahl­rei­che Ak­tio­nen, die zur Aus­bil­dung ei­nes Be­gleit­hun­des wie Schutz­hun­des not­wen­dig sind. „Ein re­gel­mä­ßi­ges Trai­ning ist er­for­der­lich“, weiß Übungs­lei­ter Wil­li Staib, der mit den zwei- und vier­bei­ni­gen Teams der Orts­grup­pe den Zu­schau­ern span­nen­de Ein­bli­cke in die un­ter­schied­li­chen Stu­fen der Aus­bil­dung ver­mit­tel­te. Al­lem vor­an ge­he ein Sach­kun­de­nach­weis, den der Hun­de­hal­ter zu er­brin­gen hat. Da­nach folgt die Ba­sis­aus­bil­dung zum Be­gleit­hund. Hier­bei ge­he es um den Ge­hor­sam des Hun­des und sein Ver­hal­ten in der Öf­fent­lich­keit. Die­se Prü­fung ist Grund­la­ge für die Teil­nah­me an wei­te­ren Prü­fun­gen und Wett­kämp­fen im Hun­de­sport. An­hand von spe­zi­el­len Platz­übun­gen und Grup­pen­ar­beit zeig­ten die Vier­bei­ner sich hoch kon­zen­triert – ganz oh­ne mal­trä­tie­ren­de Kom­man­dos, son­dern mit Le­cker­lis und Gum­mi­ball.

Prä­sen­tiert wur­den auch Aus­zü­ge aus dem Aus­bil­dungs­pro­gramm zum Schutz­hund. Es wur­de be­son­de­ren Wert ge­legt auf die Lei­nen­füh­rig­keit, Frei­fol­ge und das Ap­por­tie­ren. Über­dies galt es in ei­ner ge­spiel­ten An­griffs­si­tua­ti­on den „Bö­sen“zu­nächst zu ver­bel­len, dann auf Kom­man­do zu­zu­bei­ßen und auf Kom­man­do wie­der zu lö­sen. Da­bei zeig­te et­wa Chris, ein drei­jäh­ri­ger Rie­sen­schnau­zer, sein Kön­nen, wäh­rend er sich kei­nes­wegs als Kampf­ma­schi­ne ent­pupp­te, son­dern als ein bes­tens aus­ge­bil­de­ter Schutz­hund. „Fähr­ten­dienst, Un­ter­ord­nung und Schutz­dienst er­for­dert viel Sach­ver­stand, Ein­füh­lungs­ver­mö­gen, Ver­trau­en und Dis­zi­plin sei­tens des Hun­de­füh­rers“, be­ton­te Ver­eins­mit­glied Hei­mo Mei­sen­ba­cher, der mit sei­nem Deut­schen Schä­fer­hund „Be­ro von Gun­dels­heim“in der Prü­fungs­stu­fe IPO 3 un­ter­wegs war. Ob im Lauf­schritt oh­ne Lei­ne, ein schnel­les „Sitz“, „Platz“und „Steh“aus der Be­we­gung oder das Ap­por­tie­ren mit ei­nem Holz­stück auf ebe­ner Er­de, der fünf­jäh­ri­ge Rü­de bril­lier­te in je­der ein­zel­nen Se­kun­de. „Wir sind gleich­wer­ti­ge Part­ner“, sagt Mei­sen­ba­cher, des­sen Vier­bei­ner ihm Freund und See­len­hund zugleich ist. Nie nut­ze er sei­ne Schwä­che aus. Im Ge­gen­teil: Er för­de­re sei­ne Ge­sund­heit

„Wir sind gleich­wer­ti­ge Part­ner“

und Le­bens­qua­li­tät. Je­doch sei ei­ne gu­te Aus­bil­dung und Er­zie­hung un­be­dingt not­wen­dig, da­zu ein vor­bild­li­ches Mit­ein­an­der zwi­schen Mensch und Tier, oh­ne da­bei Druck und Ge­walt an­zu­wen­den. Der Spaß an der Ar­beit und das part­ner­schaft­li­che Ver­hält­nis zwi­schen Zwei-und Vier­bei­ner muss da­bei obers­tes Ziel sein, be­tont Hun­de­freund Mei­sen­ba­cher.

Das Pro­gramm zum Tag des Hun­des wur­de ab­ge­run­det mit ei­nem Punkt zum Aus­to­ben: dem Hun­de­wett­ren­nen über ei­ne Dis­tanz von 50 Me­tern. In der Ka­te­go­rie bis 35 Zen­ti­me­ter Schul­ter­hö­he sieg­te Os­car (Jack-Rus­sel-Ter­ri­er, zwölf Mo­na­te) mit Be­sit­ze­rin El­ke Kamp­mann. Bis 45 Zen­ti­me­ter Schul­ter­hö­he kam Bud­dy (Aus­tra­li­an She­pherd, sie­ben Jah­re) mit Be­sit­zer Nor­bert Her­mann zu­erst ins Ziel. Bis 65 Zen­ti­me­ter Schul­ter­hö­he ge­wann Zeus (Deut­scher Schä­fer­hund, drei Jah­re) mit sei­nem Be­sit­zer Gus­tav Hoch.

DER BES­TE FREUND DES MEN­SCHEN muss er­zo­gen wer­den: Die Orts­grup­pe Pforz­heim-Se­dan des Ver­eins für Deut­sche Schä­fer­hun­de zeig­te vor al­lem Aus­zü­ge aus ih­rem Aus­bil­dungs­pro­gramm. Foto: Eh­mann

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