Gold­stadt emp­fängt Schmuck­stü­cke

Die 6. Paul Pietsch Clas­sic Schwarz­wald Ral­lye macht ei­nen Zwi­schen­stopp in Pforz­heim

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ul­la Donn-von Yrsch

Son­ni­ges, war­mes Wet­ter, bes­ser geht’s nicht: Am Sams­tag hat die 6. Paul Pietsch Clas­sic Schwarz­wald Ral­lye, Sta­ti­on in Pforz­heim ge­macht. Zum 100. Ge­burts­tag von Renn­fah­rer Paul Pietsch 2011 ins Le­ben ge­ru­fen, muss­te die Tour schon im Fol­ge­jahr aus­ge­setzt wer­den: „Da starb mein Va­ter, aber schon im Jahr dar­auf ha­ben wir wei­ter­ge­macht“, er­klärt Patri­cia Schol­ten, Toch­ter von Pietsch, die an der Ral­lye zu­sam­men mit ih­rem Bru­der Pe­ter-Paul Pietsch teil­nimmt. Stil­echt sind Bei­de im Bu­gat­ti Typ 35 un­ter­wegs, ein ähn­li­ches Mo­dell hat­te sich der Va­ter 1932 zur Voll­jäh­rig­keit ge­kauft.

Vor dem CCP gibt es für die Teil­neh­mer ei­ne Pau­se: 50 Mi­nu­ten ste­hen den Fah­rern zum Mit­tag­es­sen zur Ver­fü­gung, dann müs­sen sie ei­ne Zeit­pro­be an der Enz ab­sol­vie­ren, be­vor es wei­ter auf Tour geht. Es ist ei­ne Au­to­pa­ra­de, die be­ein­druckt: Da ste­hen dicht ge­drängt, Mer­ce­des-Benz 300SL Cou­pé, der mit den Flü­gel­tü­ren, Ja­gu­ar XK, Aus­tinHea­ley, Por­sche und vie­le mehr auf dem Vor­platz des CCP. Es sind Au­tos, die sonst nie auf der Stra­ße zu se­hen sind. Mar­kus Kipp­gen kom­men­tiert als Au­to­spe­zia­list die Ein­fahrt der Au­tos und er­klärt die Hin­ter­grün­de: Die Ral­lye hat mit der „Au­to­stadt“den VW- Kon­zern als star­ken Part­ner im Rü­cken. Da­durch fährt so man­ches mo­bi­le Schmuck­stück mit. Den Rest des Jah­res ste­hen die­se Ju­we­len wie­der im Mu­se­um bei Wolfsburg.

Bei so­viel au­to­mo­bi­len Glanz stört es auch nicht, dass kei­ne Pro­mi­nen­ten mit­fah­ren, wie bei ähn­li­chen Ver­an­stal­tun­gen oft üb­lich. Doch Halt: Hans-Joa­chim Stuck ist in ei­nem gel­ben Por­sche 911 Tur­bo da­bei. Die Renn­fah­rer­le­gen­de sitzt gut ge­launt im Foy­er des CCP, in­mit­ten an­de­rer Fah­rer, beim Es­sen. Der 1,90 Me­ter Hü­ne lacht, als er ge­fragt wird, ob er mit sei­ner Grö­ße nie Pro­ble­me mit den Renn­wa­gen hat­te: „Ja mei, das war frü­her schon so ei­ne Sa­che, aber, es hat ja ge­klappt.“Oli­ver Reitz, Chef von Wirt­schaft und Mar­ke­ting (WSP), steht bei den vie­len Schau­lus­ti­gen und freut sich, dass die Or­ga­ni­sa­ti­on so gut klappt, denn er hat Gro­ßes vor. „Die­ses Jahr hat die Paul Pietsch Clas­sic zum ers­ten Mal ei­nen Stopp in Pforz­heim ge­macht. Nächs­tes Jahr wol­len wir Pforz­heim als Start- und Ziel­ort.“Die Chan­cen stün­den gut, denn Pforz­heim ha­be nicht nur wun­der­ba­re Land­schaft und Or­te zu bie­ten, die Stadt von Ber­tha Benz be­sit­ze im­mer­hin ei­ne in­ter­na­tio­nal an­er­kann­te Hoch­schu­le für KFZDe­sign so­wie vie­le Au­to­mo­bil-Zu­lie­fe­rer-Fir­men.

Am Sams­tag fühl­ten sich die Fah­rer je­den­falls schon wohl, der Ablauf funk­tio­nier­te und nach zwei St­un­den wa­ren al­le wie­der weg – vi­el­leicht bis nächs­tes Jahr?

SONST NUR IM MU­SE­UM zu be­stau­nen sind die Au­tos, die am Sams­tag bei der Ral­lye mit­fuh­ren und über die Mit­tags­zeit Halt am Con­gres­sCen­trum Pforz­heim mach­ten. Foto: Eh­mann

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